Chorkonzert: Chorkonzert zum Weinen schön

Chorkonzert : Chorkonzert zum Weinen schön

(red) Ein grandioses Chorkonzert auf höchstem Niveau und internationalem Charakter durften etwa hundert begeisterte Besucher am Samstag in der Winterbacher Pfarrkirche erleben. Da wurde so gut und schön gesungen, dass Tränen flossen.

Den geistlichen Teil des Konzertes eröffnete der Männerchor Winterbach (Leitung: Hubert Hoffmann) mit „Du bist‘s, dem Ruhm und Ehre gebühret“ (Joseph Haydn). Es folgten das anspruchsvolle „Gratias agimus tibi“ des Männerchorspezialisten Heinrich Sutermeister, dann ein „Benedictus“ aus der Missa dalmatica von Franz von Suppé und schließlich von Harald Genzmer „Zwei geistliche Festsprüche“. Benedictus und Festsprüche wurden am Klavier begleitet von Wolfgang Trost, der auch Beiträge des Frauenchores „Belle Canto“ brillant begleitete. Dieser begann mit „Jubilate“ von Laszlo Halmos. Es folgten „Sicut cervus“ von Nancy Telfer, „Nigra sum“ von Pablo Casals und „Alleluja“ von Sally K. Albrecht. Der Kammerchor Belle Canto unter der Leitung von Susanne Hoffmann hat sich inzwischen zu einem Chor der Extraklasse entwickelt: brillant in allem worauf es bei der Umsetzung von musikalischen Werken ankommt. Sie singen in großer Eintracht mit hervorragendem Stimmenpotenzial und ausgeglichen in den einzelnen Registern, rein in der Intonation, sehr gut in der Aussprache und mit schöner Dynamik und Agogik.

Dann der Gastchor, der slowenische Chor Jadran mit Sitz im französischen Freyming/Merlebach. Er trug populäre Werke der Chormusik vor. Hubert Hoffmann beschwor mit Mozart‘s „Brüder, reicht die Hand zum Bunde“ die deutsch-französische Freundschaft. Seine Männer sangen gut artikuliert Rheinbergers „Mailied“, den „Sommermorgen“ von Moritz Hauptmann und schließlich das „Wisst ihr, wo ich gerne weil‘“ des Musikgenies F.M. Bartholdy.  Dann wieder der Kammerchor Belle Canto mit Arne‘s „Viva la musica“, Julie Knowles „O Danny Boy“, „Gebirgsbach“ (Rheinberger) und „Mädchen und Nix“ (Uli Führe). Dieses Frauenensemble versteht es, dem Zuhörer zu einer Gänsehaut  zu verhelfen. Jedes Mal ist es eine große Freude, einem Konzert mit Belle Canto zu lauschen. Im letzten Teil begeisterte dann wieder der Gastchor aus Frankreich mit slowenischer Musik, meist mit landestypischer Instrumental- begleitung und guten solistischen Einlagen. 

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