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CDU ist so stark wie nie

CDU ist so stark wie nie

Nohfelden. Noch nie hatte die CDU in Nohfelden mehr Rückenwind. 16 Sitze und 45,9 Prozent, das ist für Bürgermeister Andreas Veit ein "historisches Ergebnis". Das sei umso erstaunlicher, da Nohfelden die einzige Gemeinde im Land ist, in der die CDU zulegen konnte. Die Wähler, so sagt er, honorierten, was der Rat auf den Weg gebracht habe

Nohfelden. Noch nie hatte die CDU in Nohfelden mehr Rückenwind. 16 Sitze und 45,9 Prozent, das ist für Bürgermeister Andreas Veit ein "historisches Ergebnis". Das sei umso erstaunlicher, da Nohfelden die einzige Gemeinde im Land ist, in der die CDU zulegen konnte. Die Wähler, so sagt er, honorierten, was der Rat auf den Weg gebracht habe. So unter anderem den Einkaufsmarkt in Türkismühle oder die Straße von Wolfersweiler nach Walhausen. Veit lobt aber auch die SPD in der Gemeinde: "Ihr ist es gelungen, relativ wenige Stammwähler an die Linke abzugeben." Daher sei auch zu erklären, warum die Linke mit 5,4 Prozent "relativ schwach" abgeschnitten habe. Überrascht ist Veit allerdings, dass es die FDP nicht in den Rat gepackt hat. Ganz im Gegensatz zu Guido Baltes, den Spitzenkandidaten der Liberalen: "Wir haben damit gerechnet, es war nicht mehr drin." Mit einem Plus von 0,3 Prozentpunkten gegenüber der Wahl 2004 sei er zufrieden. "Den einen oder anderen Prozentpunkt mehr" hatte Eckhard Heylmann von der SPD erwartet. Trotzdem zeigt er sich zufrieden, vor allem mit dem Ortsrats-Ergebnis in Wolfersweiler, wo er Ortsvorsteher ist. Dort erreichte die SPD 69,8 Prozent. Als "erstaunlich" bezeichnet er, dass die CDU zugelegt und die FDP keinen Platz im Rat gefunden hat: "Es gibt doch ein gewisses liberales Potenzial in der Gemeinde."Von einem negativen und einem positiven Aspekt spricht Steffen Schopper von der UBNN. Negativ sei, dass die Gruppierung zwei Sitze verloren hat. "Wir haben damit gerechnet, dass wir einen Sitz an die Linke abgeben müssen, aber mit zwei Sitzen haben wir nicht gerechnet", sagt er. Positiv sei, dass keine Partei die absolute Mehrheit erreicht habe, und dass die UBNN mit 9,6 Prozent die deutlich drittstärkste Gruppierung im Rat sei: "Das ist für eine kleine Gruppierung, die sich überwiegend dem Umweltschutz verschrieben hat, ein achtbares und ehrliches Ergebnis", sagt Schopper. Da sei es umso erfreulicher, dass die UBNN von acht Ortsratsmandaten sieben gehalten hat. Denkbar knapp war es in Türkismühle. Dort hat die UBNN gerade einmal eine Stimme mehr als die FDP. Koalitionsgespräche wird es, das ist der Tenor der Befragten, in Nohfelden nicht geben. Wie bisher, wollen die Ratsmitglieder von Fall zu Fall entscheiden, mit wem sie zusammenarbeiten. Dazu Veit: "Wir werden von Tagesordnungspunkt zu Tagesordnungspunkt unterschiedliche Mehrheiten bilden. Damit haben wir in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht."