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Caritas-Frauen seit Jahrzehnten für andere Menschen im Einsatz

Caritas-Frauen seit Jahrzehnten für andere Menschen im Einsatz

Oberthal. Sie waren viele Jahrzehnte lang immer dann zur Stelle, wenn sie gebraucht wurden - bei vielen Seniorennachmittagen, in der Küche des Pfarrheims und bei ungezählten Dorfveranstaltungen, bei Haussammlungen und in den Familien, bei Wallfahrten und Ausflügen. Die Rede ist von den Oberthaler Caritasfrauen

Oberthal. Sie waren viele Jahrzehnte lang immer dann zur Stelle, wenn sie gebraucht wurden - bei vielen Seniorennachmittagen, in der Küche des Pfarrheims und bei ungezählten Dorfveranstaltungen, bei Haussammlungen und in den Familien, bei Wallfahrten und Ausflügen. Die Rede ist von den Oberthaler Caritasfrauen. Elf von ihnen sind jetzt mit Ehrennadeln in Gold und mit Urkunden des Regional-Caritasverbandes Schaumberg-Blies ausgezeichnet worden. "Was wäre die Kirche ohne ihre Ehrenamtlichen?", fragte Dechant und Pfarrer Klaus-Peter Kohler in der Feierstunde am Freitagabend im Heinrich-Meffert-Haus. "Unsere Caritasfrauen haben dazu beigetragen, dass sich die Menschen bei den vielen Veranstaltungen wohlgefühlt haben." Ungezählt seien die Aktivitäten, bei denen sich die Frauen eingebracht hätten. Dafür sprach der Geistliche seinen ganz besonderen Dank aus. Nicht immer hätten die Frauen bei ihren Einsätzen Wohlwollen geerntet, sagte der Geschäftsführer des regionalen Caritasverbandes, Michael Schütz. Oft seien ihnen die Menschen auch mit Skepsis begegnet. Dennoch hätten sie sich jahrein, jahraus im Dorf ehrenamtlich und uneigennützig und voller Eifer engagiert. "Was sie getan haben, ist ein christliches Zeichen, das uns von Gott gegeben ist", so Michael Schütz. Die Ehrennadeln und Urkunden händigte der Vorsitzende des Regional-Caritasverbandes, Rolf Dillschneider, zusammen mit Michael Schütz aus. Dillschneider hatte zuvor in der Oberthaler Pfarrkirche mit vielen Gläubigen eine heilige Messe gefeiert.Die Gruppe der Caritasfrauen wurde im Jahre 1957 gegründet. In den ersten Jahren betreuten sie hauptsächlich ältere Menschen und organisierten die ersten Alte-Leute-Tage. 1972 entstand der bis heute bestehende Donnerstagclub, der einmal im Monat bei Kaffee und Kuchen, Gesellschaftsspielen und Gymnastik zusammenkommt. Über die Ortsgrenzen hinaus bekannt wurden ihre Theateraufführungen. Die Vorsitzende Thea Scheid verstand es über Jahrzehnte hinweg, die Vereinsmitglieder zu motivieren. Sie besuchten alte Menschen in den Seniorenheimen und in ihren Wohnungen und unternahmen mit ihnen Wallfahrten und Ausflüge. Hilfe suchende Bürger wurden regelmäßig durch sehr diskrete Zuwendungen unterstützt. Seit mehr als fünf Jahrzehnten sind die Oberthaler Caritasfrauen in der Pfarrgemeinde St. Stephanus eine nicht mehr wegzudenkende feste Größe, heißt es. Bald aber wird ihre Ära zu Ende gehen. Aus Gesundheits- und Altersgründen fällt es ihnen immer schwerer, die Aufgaben, die sie sich gestellt haben, fortzusetzen. Zum Jahresende werden die Frauen ihre Tätigkeit in die Hände der im Jahre 1994 gegründeten Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) Oberthal legen. gtr

Auf einen BlickDie geehrten Frauen der Oberthaler Caritasgruppe: Thea Scheid, Maria Detzler, Agnes Weisgerber, Stefanie Haab, Hedwig Schuch, Mathilde Maldener, Elisabeth Niedereichholz, Gertrud Hoffmann, Theresia Burkholz, Martina Zimmer und Erna Korzilius. gtr