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Bilanz: Kreissparkasse St. Wendel mit Geschäftsjahr 2019 zufrieden

Kreissparkasse St. Wendel zieht Bilanz : Beratung wird immer wichtiger

Kreissparkasse St. Wendel zeigt ihr Engagement für die Region auf und blickt auf Corona. Mit Geschäftsjahr 2019 zufrieden.

„Unser Ziel war es im vergangenen Jahr, die Beratung unserer Kunden zu intensivieren.“ Das betonte Dirk Hoffmann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse St. Wendel bei der Bilanzpressekonferenz des Kreditinstitutes (wir berichteten). Das war nach seiner Ansicht gut so. Denn: „Corona hat bewiesen, dass Beratung immer wichtiger wird.“ Hoffmann und sein Führungsteam blickten auf das Geschäftsjahr 2019 zurück, aber auch auf die Corona-Pandemie, die seit März dieses Jahres auch die Sparkasse beschäftigt.

„Wir konnten alle Standorte offen halten“, unterstrich das Vorstandsmitglied Marc Klein. Darauf sei die Kreissparkasse stolz. Und das unter Einhaltung der geltenden Vorschriften. Dazu gehören Zugangsbeschränkungen, Mindestabstand, die Ausstattung der Service-Schalter und Beratungszimmer mit Virenschutz-Wänden. Zusätzlich habe das Kreditinstitut gut der Hälfte seiner Mitarbeiter mobiles Arbeiten ermöglicht.

Unter diesen Bedingungen sei es gelungen, den hohen Beratungsbedarf zu erfüllen. So habe man Kunden bereits bei den ersten Vorboten der Pandemie vorsorglich angesprochen und auf mögliche Auswirkungen an der Börse vorbereitet. Darüber hinaus sei es verstärkt um die Vermittlung von Förderkrediten gegangen, ebenso um die Aussetzung von Zins- und Tilgungsleistungen bei Geschäfts- und Privatkunden.

Dabei habe der Schwerpunkt auf den direkten Hilfen der Sparkasse gelegen. Allein bis Anfang Mai habe man 29 Förderdarlehen und Kurzzeithilfen vermittelt und bei rund 450 Darlehen Zins- und Tilgungsaussetzung gewährt. Keinen einzigen Antrag habe man in diesem Zeitraum abgelehnt. „Wir stehen auch in schwierigen Zeiten zu unserer Verantwortung für unsere Kunden und die Wirtschaft im Landkreis St. Wendel“, bekräftigte Vorstandsvorsitzender Dirk Hoffmann.

Darüber hinaus bringe die Sparkasse mithilfe der Online-Gutschein-Plattform helfen.gemeinsamdadurch.de und mit einer Spendenaktion „Gemeinsam gegen Corona“  hilfsbereite Menschen in der Region mit ihren Lieblingsläden und -unternehmen sowie Vereinen zusammen, die wegen der Corona-Krise finanzielle Herausforderungen zu bewältigen haben.

Die Corona-Krise ist längst nicht vorbei: „Die Auswirkungen werden die Wirtschaft, die Vereine und letztlich alle Menschen stark fordern“, ist sich Dirk Hoffmann sicher: „Dies gilt auch für die Kreissparkasse. Wir verfügen über ein starkes  Fundament, um diese Krise zu meistern.“

Die anhaltende Null- beziehungsweise Negativzinsphase, die Digitalisierung, der demografische Wandel und Nachhaltigkeitsforderungen seien zusätzliche Herausforderungen, denen man sich stellen müsse.

Trotz eines Ertragsrückganges investiere die Sparkasse weiterhin in ihre Standorte, kündigte Hoffmann an. In Türkismühle werde die Sparkasse in ein neues Beratungs-Center in der Nähe des Nettomarktes umziehen. Der Spatenstich für den Neubau war bereits Anfang April. Und auch die Hauptstelle wird neu gestaltet. Die Planungen zur Innenraumgestaltung des Beratungscenters in der Hauptstelle seien fast abgeschlossen. „Der Umbau ist Teil unseres Zukunftsplanes“, so Vorstandsmitglied Marc Klein.

Damit bekenne man sich weiter zu Region. Das gelte auch für weitere Aktivitäten. So hat die Sparkasse im vergangenen Jahr Vereine und Organisationen mit 165 000 Euro an Spenden unterstützt, 141 000 Euro für Sponsoring ausgegeben. Die Sparkassenstiftung hat 76 000 Euro ausgeschüttet, an Gewerbesteuern sind 1,02 Millionen Euro geflossen. Nicht zu vergessen die neue Spendenplattform, die im Oktober an den Start ging und schon 42 000 Euro eingenommen hat. Das Unternehmen beschäftigt Stand Ende vergangenen Jahres 287 Mitarbeiter, davon sind 24 Auszubildende.

Bei der Bilanzpressekonferenz: Dirk Hoffmann (Vorstand, von links), Marc Klein (Vorstand) und Frank Schön. Foto: B&K/Bonenberger/

Alles Zeichen, wie wichtig man die Region nehme. Hoffmann:  „Wir reden mit den Menschen vor Ort. Wir haben ein gutes Geschäftsmodell.“