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Beim Start ins Berufsleben helfen

Beim Start ins Berufsleben helfen

St. Wendel. Was soll ich lernen? Welcher Beruf passt zu mir? Soll ich studieren, wenn ja, was? Der Übergang vom Schul- ins Berufsleben stellt an Jugendliche hohe Anforderungen. Gut überlegte Entscheidungen sind bei dieser wichtigen Weichenstellung gefragt. Hilfestellung bieten zurzeit im St. Wendeler Land eine ganze Reihe von Organisationen, Programme und Freie Träger

St. Wendel. Was soll ich lernen? Welcher Beruf passt zu mir? Soll ich studieren, wenn ja, was? Der Übergang vom Schul- ins Berufsleben stellt an Jugendliche hohe Anforderungen. Gut überlegte Entscheidungen sind bei dieser wichtigen Weichenstellung gefragt. Hilfestellung bieten zurzeit im St. Wendeler Land eine ganze Reihe von Organisationen, Programme und Freie Träger. Das reicht von der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit über Jugendsozialarbeit bis zur Berufseinstiegsbegleitung oder Projekten wie "Anschluss direkt" oder "Die 2. Chance". 15 verschiedene Programme hat der Landkreis St. Wendel aufgelistet.Ein weiteres kommt nun hinzu "Perspektive Berufsabschluss - Regionales Übergangsmanagement." Dessen Aufgabe definiert Landrat Udo Recktenwald aber so: "Es geht darum, die Arbeit der verschiedenen Träger und Projekte zu koordinieren." Statt dass jeder für sich arbeitet, sollen die Strukturen miteinander vernetzt werden, sollen sich die Projekte gegenseitig ergänzen. Mit diesem von der Kommunalen Arbeitsförderung ausgearbeiteten Konzept hat sich der Landkreis für das Bundesprogramm "Perspektive Berufsabschluss" beworben, das aus Mitteln der Europäischen Union gefördert wird. Als einziger im Saarland habe man den Zuschlag bekommen, so der Landrat. Das Projekt läuft nun seit dem 1. September bis 31. August 2013. Insgesamt fließen in diesen drei Jahren 300 000 Euro zusätzlich in die Region.Für die Vernetzung der Akteure, die am Übergang Schule-Beruf tätig sind, sorgen Mitarbeiter der Jugendberufshilfe der Kommunalen Arbeitsförderung. Im ersten Schritt werden betroffene junge Menschen befragt, um Informationen zu gewinnen, welchen Beratungsbedarf es gibt, wo die Übergangsprobleme liegen. Es geht auch darum, mit welchem Erfolg schulische und außerschulische Warteschleifen arbeiten, mit deren Hilfe die jungen Menschen die Zeit bis zu der gewünschten Ausbildung überbrücken.Auf dieser Datenbasis sollen in Absprache mit den vorhandenen Trägern Beratungsstrukturen entwickelt werden, damit Schüler, Lehrer, Eltern und Betriebe schnell den richtigen Ansprechpartner vor Ort und für ihr Problem finden. Dabei geht es auch darum, dass deckungsgleiche Angebote abgebaut und Doppelberatungen vermieden werden und somit die Wirksamkeit der Projekte verbessert werden. Einstimmig hatte der St. Wendeler Kreistag diesem Vorhaben in seiner vorletzten Sitzung zugestimmt.