Bei Unwetter im Einsatz

St. Wendel. Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte der Ortsbeauftragte Hans-Jürgen Lang die ehrenamtlichen Helfer in der THW-Unterkunft in der Essener Straße. Er stellte gleich zu Beginn der Versammlung fest, dass im vergangenen Jahr wieder viele hundert Veranstaltungen, Einsätze, Technische Hilfeleistungen und sonstige Aktionen stattgefunden haben. Angefangen mit den in St

St. Wendel. Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte der Ortsbeauftragte Hans-Jürgen Lang die ehrenamtlichen Helfer in der THW-Unterkunft in der Essener Straße. Er stellte gleich zu Beginn der Versammlung fest, dass im vergangenen Jahr wieder viele hundert Veranstaltungen, Einsätze, Technische Hilfeleistungen und sonstige Aktionen stattgefunden haben. Angefangen mit den in St. Wendel für zwölf THW-Ortsverbände stattfindenden Bereichsausbildungen Atemschutz und Funk. Auch die Erste-Hilfe-Ausbildung unter Martin König vom Deutschen Roten Kreuz erwähnte Lang in seinem Rückblick.Extreme Wetterlagen machten im vergangenen Jahr 14 Einsätze notwendig. Große Mengen Schnee Anfang und Ende des Jahres forderten das Können der Helfer. Fünf Mal musste Schnee geschoben und geräumt werden. Fünf Lastkraftwagen schafften es aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht, auf den Straßen weiterzukommen und mussten aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Ebenso rief Schneebruch die Helfer auf den Plan.

Noch mehr umgestürzte Bäume gab es, als Sturmtief Xynthia im Februar über das Saarland fegte. Über viele Stunden wurden in der Stadt die Gefahrenstellen beseitigt. 20 Helfer nahmen an einer Alarmübung teil. An drei Einsatzstellen im Stadtgebiet galt es, Wege zu räumen, Beleuchtung aufzubauen und die virtuelle Polizei bei einer Verkehrskontrolle zu unterstützen. Im Ausland konnte sich der Ortsverband außerdem behaupten. Innerhalb einer Woche wurde in Zusammenarbeit mit dem THW-Ortsverband Freisen sowie dem Deutsch-Rumänischen Freundschaftskreis in Rumänien ein Spielplatz für Kinder errichtet.

Auch an vielen städtischen Veranstaltungen waren THW-Helfer mit dabei: Streckensicherung beim Globus-Marathon, Seniorentransport für den Altentag, Unterstützung beim Open-Air Rock am Bach, Verpflegungsstationen am Mountainbike-Marathon, Stromversorgung und Schleusendienst für Motorsport Classic. Ferner lockten eigene Veranstaltungen viele Besucher an: So feierte man im Sommer "Tag der offenen Tür" und "30 Jahre THW-Jugend St. Wendel". Am Bundesjugendlager in Wolfsburg beteiligten sich 13 Mitglieder der Ortsjugend sowie viele helfende Hände für die Auf- und Abbauarbeiten für den Bundesjugendwettkampf.

Als sehr positiv bewertete mandie Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen . Viele Einsätze und Veranstaltungen wurden in reibungsloser Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Polizei und DRK abgewickelt. So auch die Blaulichtparty im Bosaarium am Bostalsee. Das dort errichtete größte Blaulicht der Welt begeisterte viele Hundert Menschen zum gemeinsamen Feiern in die Halle.

Ein neues Fahrzeug schmückt seit Dezember den Fuhrpark des Ortsverbandes. Ein neun Tonnen Lkw-Kipper ersetzt ein ausgedientes ehemaliges Bundeswehrfahrzeug für die in St. Wendel stationierte THW-Fachgruppe Räumen. Für das neue Jahr stehen bereits einige Highlights ins Haus: So wird am Samstag, 25. und Sonntag, 26. Juni der Tag der offenen Tür sowie 25 Jahre Helfervereinigung (der Förderverein des THW) gefeiert. Auch die THW-Jugend wird wieder auf ihre Kosten kommen, wenn nach den Sommerferien das Landesjugendlager und der Landesjugendwettkampf in Dillingen ausgetragen werden. Hoher Besuch ist ebenso angesagt: Der Präsident der Bundesanstalt THW, Albrecht Broemme, hat sich angekündigt. red

Auf einen Blick

Im Jahr2010 traten dem THW elf neue Helfer bei, allein zehn davon meldeten sich in der THW-Jugend an. Die Helferzahl stieg von 88 (2009) auf 93 ehrenamtlich engagierte Jung-, Aktiv- und Althelfer. Es wurden rund 18 500 Stunden geleistet, davon 756 Einsatz-Stunden und 3754 Stunden Jugendarbeit. red