Dringender Aufruf Der kleine Matheo braucht dringend Hilfe

Urweiler · Als der Junge auf die Welt kam, schien alles in bester Ordnung. Doch zwei Wochen nach seiner Geburt fingen die gesundheitlichen Probleme an. Jetzt kämpfen Ärzte um sein Leben.

 Matheo Scherer aus Urweiler kam am 19. Mai zur Welt. Er leidet an einem seltenen Immundefekt.

Matheo Scherer aus Urweiler kam am 19. Mai zur Welt. Er leidet an einem seltenen Immundefekt.

Foto: Lisa Scherer

56 Zentimeter und gerade mal 3510 Gramm schwer: Ein zerbrechliches Menschlein, das da an Schläuchen in einem Krankenhausbett liegt: Matheo, neun Wochen alt. Der kleine Mann aus dem St. Wendeler Stadtteil Urweiler ist auf die Rund-um-die-Uhr-Betreuung der Ärzte angewiesen. In der Uni-Klinik in Freiburg/Breisgau. Der Junge leidet an einem seltenen Immundefekt, sagt Mama Lisa Scherer. Die 27-Jährige: „Der Körper wehrt sich gegen seine eigenen Zellen.“ Der Name der heimtückischen Krankheit: Ipex-Syndrom.

Dabei gab es weder während noch direkt nach der Schwangerschaft irgendwelche Komplikationen, berichtet die junge Frau. Die Krankenschwester, die in einem Seniorenheim arbeitet: „Alles verlief wie vorgesehen.“ Doch das sollte sich ändern.

Zwei Wochen nach der Entbindung im St. Wendeler Marienkrankenhaus habe sich ein Hautekzem, eine juckende Entzündung, bei Matheo gebildet. „Das wurde aber wieder besser“, sagt Lisa. Die Familie war guter Dinge, dass jetzt der Wurm gesund heranwächst. Aber es sollte nicht lang dauern, bis Matheo plötzlich an ständigem Durchfall litt. „Es hörte nicht auf.“ Abermals mussten Mediziner den Säugling untersuchen. Dann die erschreckende Diagnose: Das Baby leidet an der heimtückischen Immunkrankheit.

Was Matheo jetzt nur noch helfen kann: „Er braucht eine Knochenmarkspende“, fleht die verzweifelte Mutter. Denn die aggressiven Zellen, die den Jungen selbst angreifen, befinden sich im Blut. Um dies in den Griff zu bekommen, braucht Matheo das passende Knochenmark. Bei der Deutschen Knochenmark-Spenderdatei (DKMS), bei der sich jeder gesunde Mensch kostenlos registrieren lassen kann, fand sich bislang kein geeigneter Träger des so dringend benötigten Knochenmarks. Aber Lisa und Papa Christian (33) geben die Hoffnung nicht auf. Mittlerweile riefen sie auch via Internet dazu auf, sich registrieren zu lassen.

Zurzeit sind die beiden sowie ihr dreijähriger Sohn Lennard beim Patienten in Freiburg, der bei der Geburt am 19. Mai 3300 und nach vier Wochen 5400 Gramm auf die Waage brachte. „Wir sind dort in einer Ferienwohnung von Freunden untergekommen“, berichtet Lisa. „Sonst wäre das alles nicht möglich.“ Sobald er stabil genug ist, geht die konkrete Spendersuche los.

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