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Angeln im Landkreis St. Wendel: Kommentar von SZ-Redakteur Thorsten Grim

Selbst schuld: : Stille und Einkehr nicht zu finden

Früher gab es nahezu an jedem Vereinsgewässer Angelscheine – heute an keinem mehr.

Angeln ist ein tolles Hobby. Eins sein mit der Natur, vom Alltagsstress abschalten, die Ruhe genießen – und am Ende hat man noch etwas Leckeres auf dem Teller. Doch das funktioniert im Landkreis St. Wendel eigentlich nur dann, wenn man Mitglied in einem Angelsportverein ist. Ansonsten hat man ziemlich genau zwei Möglichkeiten, um Fische zu fangen. Und das ist ein Problem. Denn wer schon einmal am Bostalsee seine Ruten ausgeworfen hat, weiß, dass da Stille und Einkehr eher nicht zu finden sind. Auch in Remmesweiler ist man selten alleine am Gewässer, wenngleich man dort wenigstens nicht allenthalben gefragt wird, wie sie denn nun beißen, die Fische. In meiner Jugend konnte man an nahezu jedem Vereinsgewässer einen Tagesschein lösen. Dass dem heute nicht mehr so ist, daran sind die Gäste an den Vereinsweihern zu einem guten Teil selbst schuld. Denn oft haben sie sich nicht als solche verhalten.