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Abwasser in Namborn wird teurer

Abwasser in Namborn wird teurer

Namborn. Namborner müssen fürs Abwasser ab Januar mehr bezahlen. Das beschloss der Gemeinderat bei seiner Jahresabschlusssitzung mit knapper Mehrheit: 13 Kommunalpolitiker waren dafür, elf dagegen. Neun CDUler und die vier Vertreter der Freien Liste Namborn (FLN) stimmten dafür. SPD-Fraktion (8) und die Linke (2) sagten nein zur Erhöhung. Ebenso Konrad Haßdenteufel (CDU)

Namborn. Namborner müssen fürs Abwasser ab Januar mehr bezahlen. Das beschloss der Gemeinderat bei seiner Jahresabschlusssitzung mit knapper Mehrheit: 13 Kommunalpolitiker waren dafür, elf dagegen. Neun CDUler und die vier Vertreter der Freien Liste Namborn (FLN) stimmten dafür. SPD-Fraktion (8) und die Linke (2) sagten nein zur Erhöhung. Ebenso Konrad Haßdenteufel (CDU). Er sprach von einem "Fass ohne Boden".De Preise im einzelnen: Der Kubikmeter Schmutzwasser kostet statt 2,58 Euro ab nächstem Jahr 2,71 Euro, Niederschlagswasser je Quadratmeter Grundstückfläche 53 Cent (jetzt noch: 0,51 Euro). Niederschlagswasser im Erschließungsgebiet Hellwies-Brüchelchen: 25 Cent (von 24 Cent), in anderen Erschließungsgebieten mit Trennsystem: 47 Cent (vorher 44 Cent).

Grund für die neuen Preise sei nach Angaben des Bürgermeisters Theo Staub (SPD) Investitionen fürs Kanalsystem: Zehn Millionen Euro koste dies seine Gemeinde in den kommenden Jahren. Außerdem gehe die Abwassermenge und damit die Gebühreneinnahme zurück. Zinsen für Kredite müssten ebenso bezahlt werden. Und: Der Entsorgungsverband Saar (EVS), dem Namborn angehört, verlange mehr Geld: Staub: "Bei der Erhöhung der Schmutzwassergebühren von 13 Cent pro Kubikmeter kassiert der EVS fünf Cent". Die SPD lehne diese Erhöhungen von 3,9 Prozent bis 6,8 Prozent ab, sagte Chef Michael Schummer. Die erneute Erhöhung des EVS-Beitrages von 28 100 Euro sei unzulässig, weil der EVS Einsparpotential nicht nutze, um Kosten zu senken. Schummer: "Die Belastung unserer Gebührenzahler nimmt immer mehr zu, die Schmerzgrenze ist schon überschritten".

CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Rein verwies auf die mit hohen Kosten verbundene Sanierungen der Abwasserkanäle. "Ansonsten finanzieren wir unsere Infrastruktur auf Kosten unserer Kinder." Ähnlich sah es bei der FLN aus, wie ihr Chef Benedikt Haupenthal sagte. Er kritisierte ebenso, dass beim EVS seit Jahren keine Bemühungen zu Einsparungen zu erkennen seien. Der Rathauschef solle als Namborner EVS-Vertreter den Verband über den Ärger in der Gemeinde darüber informieren. se