60. Jahrestag der Kirchweihe

60. Jahrestag der Kirchweihe

Bosen. Im Jahre 1867 wohnten in Bosen und Eckelhausen 168 Katholiken. 1882 waren es bereits 184 und 1932 sogar 320. Die heilige Messe, Andachten und Christenlehre mussten sie immer in Neunkirchen/Nahe besuchen, natürlich zu Fuß und bei Wind und Wetter. Der Wunsch nach einer eigenen Kirche im Dorf wurde immer deutlicher. Verschiedene Bemühungen um ein Gotteshaus zerschlugen sich jedoch

Bosen. Im Jahre 1867 wohnten in Bosen und Eckelhausen 168 Katholiken. 1882 waren es bereits 184 und 1932 sogar 320. Die heilige Messe, Andachten und Christenlehre mussten sie immer in Neunkirchen/Nahe besuchen, natürlich zu Fuß und bei Wind und Wetter. Der Wunsch nach einer eigenen Kirche im Dorf wurde immer deutlicher. Verschiedene Bemühungen um ein Gotteshaus zerschlugen sich jedoch. Vor und während des Zweiten Weltkrieges regten die Katholiken von Bosen und Eckelhausen an, wenigstens eine Kapelle für die Werktagsgottesdienste zu bekommen. Durch die Unterstützung des damaligen Neunkircher Pastors Friedrich Rech wurde in einem Gebäude in Eckelhausen eine Hauskapelle eingerichtet. Die Idee, eines Tages eine richtige Kirche zu bekommen, blieb jedoch erhalten. Pfarrer Rech gelang es, eine Baracke des aufgelösten Reichsarbeitsdienstlagers in Türkismühle zu erwerben. Sie wurde am Bosener Ortsausgang in Richtung Eckelhausen aufgebaut. Die Gläubigen brachten das Inventar der Hauskapelle in die Notkirche, die am Pfingstmontag 1945 eingesegnet wurde und das Patronat der Muttergottes und des heiligen Willibrord erhielt. In der Kirche wurde einmal wöchentlich die Heilige Messe gefeiert. Nach Weihnachten erlaubte der Pfarrer auch Sonntagsgottesdienste, die die Patres vom St. Wendeler Missionshaus übernahmen. Nachdem Gonnesweiler ein selbstständiger Seelsorgebezirk geworden war, oblag dem dort tätigen Pastor Johannes Hommer die religiöse Betreuung der Gläubigen von Bosen und Eckelhausen. In den folgenden Jahren zeigte sich, dass die Notkirche für die vielen Messbesucher zu klein war. Außerdem traten an dem Holzbau gravierende Schäden auf. Das Thema Kirchbau blieb ein heißes Thema. 1946 gründeten die Gläubigen den Kirchbauverein Bosen/Eckelhausen. Vereinsbeiträge und Haussammlungen sorgten für den finanziellen Grundstock des geplanten Gotteshauses. Anfang 1948 - es herrschte noch immer eine entbehrungsreiche Nachkriegszeit - wurde unter großen Mühen das Baumaterial gesammelt. Am 4. September begann ein Türkismühler Bauunternehmen mit dem Kirchbau, für den am 19. September der Grundstein gelegt wurde. Dann ging dem Kirchbauverein das Geld aus. Für mehr als ein Jahr ruhte die Bautätigkeit. Erst im Frühjahr 1950 ging es weiter, verbunden mit vielen finanziellen Opfern und großem Arbeitseinsatz. Am 15. August, dem Fest Mariä Himmelfahrt, hielten die Gläubigen in einer feierlichen Prozession von der Notkirche aus Einzug in ihr neues Gotteshaus. Prälat Kammer aus Trier erteilte dem Gotteshaus den Segen und feierte anschließend darin das erste heilige Messopfer. Glückwünsche überbrachte damals auch der evangelische Pfarrer Schuster. Unter den Klängen des Selbacher Musikvereins marschierte nach dem Gottesdienst ein Festzug zum Gasthaus Scherer, wo die weltliche Feier stattfand. Am Sonntag, 15. August, begeht die Filialgemeinde den 60. Jahrestag der Weihe ihres Gotteshauses mit einer Festmesse um 10.15 Uhr, musikalisch verschönt durch den Kirchenchor. Dabei erhält die neue Orgel den kirchlichen Segen. Außerdem werden neue Messdiener vorgestellt und in ihr Amt eingeführt. Anschließend wird um die Kirche ein Fest gefeiert. gtr