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2300 Menschen im Kreis St. Wendel trotz Vollzeitjob von Altersarmut bedroht

Gewerkschaft warnt : Altersarmut trotz Vollzeitjob im St. Wendeler Land

Ein Leben lang arbeiten und trotzdem reicht die Rente nicht: Im Landkreis St. Wendel sind rund 2300 Vollzeitbeschäftigte selbst nach 45 Arbeitsjahren im Rentenalter von Armut bedroht. Davor warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in einer Pressemitteilung und beruft sich dabei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Rentenversicherung.

Demnach verdienen 13,3 Prozent aller Beschäftigten, die im Kreis St. Wendel in Vollzeit arbeiten, weniger als 2050 Euro brutto im Monat. Rein rechnerisch müssten sie sogar mehr als 45 Jahre lang arbeiten, um auf eine Rente oberhalb der Grundsicherungsschwelle von aktuell 835 Euro zu kommen, schreibt die Gewerkschaft. „Altersarmut ist kein Schreckensszenario in der Zukunft, sondern für viele Menschen längst Realität. Die Rente derer, die etwa jahrzehntelang in einer Bäckerei oder Gaststätten gearbeitet haben, reicht schon heute oft nicht aus. Rentenkürzungen oder Forderungen über ein späteres Eintrittsalter sind der falsche Weg. Stattdessen muss die Politik die gesetzliche Altersvorsorge stärken“, sagt Mark Baumeister. Der Geschäftsführer der NGG-Region Saar ruft die Beschäftigten aus den Branchen der Gewerkschaft auf, sich in puncto Rente über die Wahlprogramme der Parteien zu informieren und am 26. September wählen zu gehen.