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2,4 Millionen mehr ausgeben als einnehmen

2,4 Millionen mehr ausgeben als einnehmen

Marpingen. Knapp 2,4 Millionen mehr Ausgaben als Einnahmen - so wird die Bilanz der Gemeinde Marpingen am Ende dieses Jahres aussehen. Das wurde während der Haushaltsdebatte des Gemeinderats im Marpingen Gasthaus Klos am vergangenen Mittwoch deutlich

Marpingen. Knapp 2,4 Millionen mehr Ausgaben als Einnahmen - so wird die Bilanz der Gemeinde Marpingen am Ende dieses Jahres aussehen. Das wurde während der Haushaltsdebatte des Gemeinderats im Marpingen Gasthaus Klos am vergangenen Mittwoch deutlich. Galt der Haushalt wegen der Ausgleichsrücklage, also einem Teil des Eigenkapitals, von rund 2,6 Millionen Euro in der Eröffnungsbilanz im vergangenen Jahr noch als ausgeglichen, schmilzt diese hilfreiche Ausgleichsrücklage, in diesem Jahr auf 68 000 Euro ab. Bis 2010 sollen allein eine Million Euro ins Schullandheim gesteckt, mit über zwei Millionen Euro die Kindertagesstätten, mit 400 000 Euro Plätze in Alsweiler, Urexweiler und Berschweiler ausgebaut werden, wofür die Gemeinde in diesem Jahr über 830 000 Euro aufbringen muss.Zudem sollen im Rahmen des Konjunkturprogramms 1,2 Millionen Euro ausgegeben werden, wofür es zwar eine Million Euro Zuschuss gibt, dennoch 120 000 Euro bleiben, die die Gemeinde selber schultern muss. In diesem Zusammenhang einigte sich der Gemeinderat einigte auf die Vorhaben zum Konjunkturprogramm wie den Umbau der Marpinger Kindertagesstätte zum Haus der Kultur, was 300 000 Euro kostet, auf die Sanierung des Marpinger Rathauses für rund 600 000 Euro, die Erneuerung von Hallenböden in Berschweiler und Urexweiler für 115 000 Euro sowie der Technik im Urexweiler Hallenbad für 125 000 Euro.

"Wir sind durch das Konjunkturpaket in der glücklichen Lage, Maßnahmen umsetzen zu können, die sonst nicht möglich gewesen wären", lobte CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Keßler. Er zog zugleich eine positive Bilanz "nach fünf Jahren CDU-Mehrheit im Gemeinderat". Diesbezüglich sagte SPD-Fraktionschef Alfred Neis "Katzenjammer" voraus, wenn die Finanz- und Wirtschaftskrise "nächstes Jahr die Gemeinde Marpingen erreicht".