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150 Gläubige kamen zur Lichterprozession am Erntedankfest

150 Gläubige kamen zur Lichterprozession am Erntedankfest

Bliesen. Dämmerung breitete sich über das Land aus, als am Samstag von der Pfarrkirche aus eine Lichterprozession durch die Namborner Straße zum Kreuz auf der Anhöhe "Auf der Kanzel" zog. 150 Gläubige hatten sich ihr angeschlossen und beteten unterwegs den Rosenkranz

Bliesen. Dämmerung breitete sich über das Land aus, als am Samstag von der Pfarrkirche aus eine Lichterprozession durch die Namborner Straße zum Kreuz auf der Anhöhe "Auf der Kanzel" zog. 150 Gläubige hatten sich ihr angeschlossen und beteten unterwegs den Rosenkranz. Diese Prozession am Erntedankfest hat seit Jahren in Bliesen Tradition, trägt doch das 1960 an diesem Platz aufgestellte Kreuz die Bezeichnung "Erntedankkreuz". Diakon Walter Fries, der die Feierstunde leitete, sagte in seiner Ansprache: "Wir wollen heute Dank sagen für die Früchte des Feldes, des Gartens, des Weinbergs und des Waldes." Der Dank an Gott gehe jedoch weit über das alles hinaus und reiche bis in den Alltag der Menschen hinein, sogar bis in die Wohnungen und zu den Arbeitsstätten. "Danken sollten wir deshalb auch für alles , was wir nicht messen können." In die Fürbitten der 150 Gläubigen flossen viele Anliegen ein. Zum Beispiel, dass ein Ausgleich zwischen Arm und Reich in der Welt gefunden wird, dass die Arbeit der Menschen in der Landwirtschaft nicht vergeblich ist und dass alle Menschen die Gaben der Natur dankbar annehmen. Mitglieder des Bliesener Spielmannszuges begleiteten die Lieder "Nun danket alle Gott", "Die Erde ist schön" und "Großer Gott, wir loben dich." Auffallend viele Kinder und Jugendliche waren zum Erntedankkreuz mitgegangen. Drei von ihnen hat die SZ die Frage gestellt, was sie von solchen Erntedankfeiern in der heutigen modernen Zeit halten. Eva Schäfer: "Es ist ganz wichtig, dass man Gott dankt. Man lebt doch von dem, was die Erde hervorbringt." Simon Marx schob nach: "Ich finde auch, dass ein solcher Dank sinnvoll ist, wenigstens einmal im Jahr." Michelle Spaniol: "Im Supermarkt kann man heute alles kaufen. Dass das aber von den Landwirten kommt, wird oft vergessen." 200 Gläubige hatten vor der Prozession an der Erntedankmesse in der Pfarrkirche teilgenommen, die Kaplan Nikolaus Meran Koban unter Assistenz der Diakone Walter Fries und Andreas Czulak feierte. Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins und des Bauernvereins hatten den Altarraum mit vielen Erntegaben hübsch dekoriert. gtr