Bürgermeister blicken zurückLauer: Verkehrentlastung in 2012Saargummi lässt hoffenBahnhof und Garten ziehen anSorgen um Ela-Tech und Krankenhaus treiben Christ um Wiemann erwartet 2012 Abriss am Mosaikgelände Heros Wunsch: Die Worte sorgfältiger auswählen

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Merzig. Die Umgestaltung des ehemaligen Postareals zu einem modernen Büro- und Einkaufszentrums, die Verkehrsentlastung der Innenstadt, der weitere Ausbau von Krippenplätzen, die Aufwertung des Kirchplatzes sowie die Reaktivierung der Markthalle nennt Merzigs Oberbürgermeister Alfons Lauer als wichtigste Ziele für 2012

Merzig. Die Umgestaltung des ehemaligen Postareals zu einem modernen Büro- und Einkaufszentrums, die Verkehrsentlastung der Innenstadt, der weitere Ausbau von Krippenplätzen, die Aufwertung des Kirchplatzes sowie die Reaktivierung der Markthalle nennt Merzigs Oberbürgermeister Alfons Lauer als wichtigste Ziele für 2012. Als herausragende Ereignisse in den vergangenen zwölf Monaten nennt er unter anderem den Spatenstich für die Ortsumgehung Besseringen, die 22 000 Unterschriften gegen Cattenom, die Investitionen in Bildung und Betreuung und den Erhalt des Solarliga-Preises. Erfreulich nennt er die Nachricht, dass der Merziger Bundeswehrstandort Auf der Ell von der umfassenden Strukturreform bei den Streitkräften weitestgehend verschont und damit erhalten bleibt. Als einen wichtiger Termin in 2011 bezeichnet er seine Wiederwahl zum Oberbürgermeister am 23. Oktober. Wadern. Noch ist Saargummi in Büschfeld nicht aus dem Gröbsten raus, noch schreibt der Industrie- und Automobil-Lieferer rote Zahlen, wie der kaufmännische Geschäftsführer Roland Dittmann erst vor wenigen Tagen in einem SZ-Gespräch sagte. Doch Waderns Bürgermeister Fredi Dewald gibt sich hoffnungsfroh nach der Übernahme durch den durch den chinesischen Staatskonzern CQLT. "Es gibt einen neuen Geist des Zusammenwirkens der neuen Geschäftsführung mit der Arbeitnehmervertretung, welcher mich persönlich zuversichtlich stimmt, was die mittel- bis langfristigen Perspektiven des Werkes in unserer Region anbetrifft", sagt er. Der Erhalt der Krankenhäuser in Wadern und in Losheim ist nach seinen Worten längst noch nicht sicher. Die Verantwortung für die Zukunft beider Krankenhäuser sieht er nun in erster Linie bei den Trägergesellschaften. Als eine Aufwertung des Mittelzentrums bezeichnet er den Plan des Katasteramtes, im Rathaus ein Bürgerbüro einzurichten. Fortschritte bei der Breitbandversorgung gebe es, ebenso beim Ausbau von Krippenplätzen.Beckingen. "Von Anfang an war ich der Überzeugung, dass sowohl die Investitionen in den Bahnhof als auch die in den SaarGarten Folgeinvestitionen nach sich ziehen würden", sagt Beckingens Bürgermeister Erhard Seger. "Meine Aussage hat sich als richtig erwiesen, denn im Laufe dieses Jahres wurde mit dem Bau der Fußballgolf-Anlage begonnen", ergänzt der Verwaltungschef, der am 1. Dezember zu seiner zweiten Amtszeit antrat. Als weitere Maßnahmen zählt er die Ortskernsanierung in Beckingen auf: Die sei im Einmündungsbereich der Tal- und Brückenstraße beendet worden. Ob in Oppen oder Erbringen: Die Neugestaltung der Ortskerne schreite voran. Die Korrektur der Kreuzung in der Honzrather Ortsmitte bewirkt nach seinen Worten eine wesentlich bessere Verkehrsführung. "Die im Dorferneuerungsplan noch vorgesehenen gestalterischen Arbeiten werden in Angriff genommen, sobald die Zuschusszusage seitens der Landesregierung vorliegt." Optimistisch ist er auch, dass die Gemeinde bis 2013 für 35 Prozent der Kinder einen Betreuungsplatz bereitstellen kann. Losheim. Mit Sorge erfüllt Bürgermeister Lothar Christ die mögliche Verlagerung von Ela-Tech nach Büschfeld. "Ich hoffe auf Ersatzarbeitsplätze oder zumindest, dass die Menschen ihren Arbeitsplatz auch bei der Schließung oder Verlagerung behalten können." Auch der Erhalt des Krankenhauses treibt ihn um. "Für den Ortskern wollen wir ein Förderprogramm auflegen", kündigt er an. Gefördert werden alle Geschäfte, die sich neu ansiedeln und "innenstadtrelevante" Produkte anbieten. Was ihn freut: Die Übernachtungszahlen haben sich bestens entwickelt. Als Grund dafür nennt er die Wanderwege, den neuen Garten der Vierjahreszeiten und die Erweiterung des Hotelangebots am See. "Durch den Tourismus gehen wir von zusätzlichen wirtschaftlichen Umsätzen von 30 Millionen Euro pro Jahr aus."Mettlach. Den ersten Bürgerhaushalt in der Gemeinde nennt Bürgermeister Carsten Wiemann als eines der wichtigsten Ereignisse im abgelaufenen Jahr. Bei der Verabschiedung des Haushaltes gab es Krach: Mettlach stand zunächst einmal ohne Etat da. Die Folge: Rat und der Verwaltungschef mussten nachsitzen. Wichtig nennt Wiemann die Diskussion über das Gemeinde-Entwicklungskonzept, den Start zur Umgestaltung des Marktplatzes Mettlach, den Baubeginn zur Erweiterung des Gewerbegebietes Danzemer Gewann in Weiten, die Sanierungsuntersuchung der Saarbrücke in Mettlach und die Festlichkeiten zum 1100-jährigen Bestehen von Orscholz. Für 2012 erwartet er Arbeiten am Sport- und Schießzentrum Scheuerhof und den Abriss am Mosaikgelände in Mettlach. Weiskirchen. Bürgermeister Werner Hero klammert in seinem Rück- und Ausblick lokale Themen aus. Statt Horror-Berichten und guten Ratschlägen erzählt der Weiskircher Verwaltungschef eine Geschichte von Sokraten und dessen drei Sieben. Ebenso wie dem griechischen Philosphen ist Hero wichtig: "Es täte allen gut tun, wenn wir die Worte sorgfältiger auswählen würden, die wir aufeinander richten." Dazu ist es seiner Meinung nach gut, sich mehr Gedanken über die eigene Art der Kommunikation zu machen, sich der Bedeutung und Wirkung vom Sprechen, Reden und auch Schreiben bewusst zu sein. "Kritisch über alles nachdenken, alles nachprüfen, nachlesen und nachwiegen." Ein dickes Dankeschön geht an die freiwillige Helfer, die sich für die Gemeinde und in Vereinen engagieren. Perl. "Der demographische Rückgang findet bei uns nicht statt", sagt Perls Bürgermeister Bruno Schmitt. "Zurzeit wohnen in der Gemeinde mehr als 8000 Einwohner, und wir wachsen weiter mit zwei bis drei Prozent pro Jahr." Als Konsequenz nennt Schmitt, für die Bürger entsprechende Infrastruktur bereit zu stellen. Als Beispiele nennt er den Ausbau der Grundschulen und der Ganztagsbetreuung, die Bereitstellung von Bauland zu erschwinglichen Preisen und Neuansiedlung von Gewerbebetrieben. In Sachen Ausbau von Kindertagesstätten und Krippenplätzen tue sich an an der Obermosel viel: 2011 gab der Gemeinderat grünes Licht für den Ausbau der Kindertagesstätten in Perl und Nennig. Der Umbau an der Grundschule Perl soll bald abgeschlossen sein, verspricht er. Foto: stadt

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