SR-Mann macht bei uns Führerschein

SR-Mann macht bei uns Führerschein

St. Wendel. "Jetzt mach mal!" Mit diesen Worten habe ihn seine Frau dazu motiviert, endlich den Führerschein zu machen - und das mit 45 Jahren, erzählt Manuel Andrack. "Bisher kam ich gut ohne aus", erklärt der Wahl-Saarbrücker. "Aber seitdem ich noch mal Vater geworden bin, ist es schon praktischer, nicht immer das Fahrrad oder den Bus nehmen zu müssen

St. Wendel. "Jetzt mach mal!" Mit diesen Worten habe ihn seine Frau dazu motiviert, endlich den Führerschein zu machen - und das mit 45 Jahren, erzählt Manuel Andrack."Bisher kam ich gut ohne aus", erklärt der Wahl-Saarbrücker. "Aber seitdem ich noch mal Vater geworden bin, ist es schon praktischer, nicht immer das Fahrrad oder den Bus nehmen zu müssen." Dass er nicht bereits mit 18 im Fahrschulauto saß, erklärt der Autor und Wanderfreak damit, dass er als Jugendlicher ein "totaler Öko" gewesen sei. Zudem habe er in seiner Heimatstadt Köln mit ihrem dichten Nahverkehrsnetz kein Auto gebraucht.

Nun ging es also als Mittvierziger daran, über Theoriebögen zu brüten oder mit dem Schleifpunkt der Kupplung zu kämpfen. "Diese Vorstellung fand ich lustig und habe dem Saarländischen Rundfunk angeboten, mich mit der Kamera zu begleiten." Der Sender griff zu, und nun ging es nur noch darum, einen Fahrlehrer zu finden, der "vor der Kamera funktioniert". Ein Mitarbeiter habe den St. Wendeler Peter Schorr empfohlen. "Weil er ein Typ ist", wie Andrack lächelnd erzählt.

In der Folge durchkurvte der Autor also im Fahrschulwagen das St. Wendeler Land, büffelte Theorie in Freisen und Baltersweiler, lernte eine Menge Leute kennen. "Die Menschen hier sind so herzlich und gesellig, eigentlich Saarländer hoch zwei", urteilt er. Auch von der Landschaft sei er begeistert. "Es gibt so viele wunderschöne Orte zu entdecken."

Karre abgewürgt

Doch die Region habe auch ihre Tücken. So hätten die verwirrenden Einbahnstraßen Namborns ihn fast den Erfolg bei der Fahrprüfung gekostet, und die St. Wendeler Kreisel seien der wahre Horror. "Ich weiß nicht, wie oft ich die Karre dort abgewürgt habe. Auf eine Lücke warten und dabei kuppeln, schalten, blinken und anfahren, das ging gar nicht", erinnert sich Andrack lachend.

Sein Resümee fällt trotzdem positiv aus. "Das mit St. Wendel war eine super Entscheidung, ich würde es jederzeit noch mal machen." Wohl auch wegen Peter Schorr - von Andrack liebevoll "Schorrpit" genannt - zu dem sich eine richtige Männerfreundschaft entwickelt habe.

Das erste Treffen des gebürtigen Kölners mit seinem Fahrlehrer ist heute Abend um 18.50 Uhr im SR-Fernsehen zu sehen. Die weiteren Straßen-Abenteuer gibt es unter dem Titel "Andrack macht den Führeschein" an den kommenden Freitagen zu gleicher Zeit. Höhepunkte der sieben Folgen sind unter anderem ein Fahrt im Ferrari über den Dudweiler Verkehrsübungsplatz, Andrack im Schnee am Erbeskopf und seine Erlebnisse beim Erste-Hilfe-Kurs.