1. Saarland

Sprache als Instrument der eigenen Werbung

Sprache als Instrument der eigenen Werbung

St. Wendel. Eine kraftvolle Sprache, ob im Schreiben oder Sprechen, steht für Energie und Erfolg. Aber oft sind wir in beruflichen Situationen sprachlos. Was genau sagen? Wie agieren? Genau diese Situationen kann man üben. Personalberaterin Iris Wegemann gab bei "IHK Regional" im UTZ St. Wendel Tipps und Antworten

St. Wendel. Eine kraftvolle Sprache, ob im Schreiben oder Sprechen, steht für Energie und Erfolg. Aber oft sind wir in beruflichen Situationen sprachlos. Was genau sagen? Wie agieren? Genau diese Situationen kann man üben. Personalberaterin Iris Wegemann gab bei "IHK Regional" im UTZ St. Wendel Tipps und Antworten. "Smart Talk - Sprache als Instrument der eigenen PR" lautete der Titel ihres Vortrags."Mit wenigen Worten können Sie kräftig danebenliegen oder auch Eindruck machen", warnte Iris Wegemann: "Setzen Sie sich in Szene und überlassen Sie nichts dem Zufall!" Die Beraterin verdeutlichte, dass Sprache und Bewusstsein sehr eng zusammenhängen, "das was man spricht, das denkt man auch". Der mittlerweile berühmte Slogan des amerikanischen Präsidenten Barack Obama "Yes, we can!" (ja, wir können) sei dafür ein hervorragendes Beispiel.

Wegemann servierte eine ganze Reihe von Worten, die man im Geschäftsleben besser nicht benutzt. Dazu gehören "leider", "ja, aber", "muss", "man", "eigentlich" oder "nur". "Leider ist der Kollege nicht zu sprechen" - wieso leider? "Leider geht gar nicht", bekräftigte Iris Wegemann, "wenn Sie leider sagen, wird auf der anderen Seite direkt ein kleiner König erzeugt." Auch dem Wörtchen "muss" oder "müssen" sagte die Referentin den Kampf an. "Ich muss das Angebot nochmal nachrechnen" - nicht gut. "Ich rechne das Angebot nochmal nach" reiche völlig und erzeuge auch keinen Druck. "Muss" bedeutet Zwang und Zwang gefällt niemanden.

Auch "eigentlich" steht bei Wegemann auf der Geht-gar-nicht-Liste. Wegemann: "An eigentlich hängt noch viel dran. Das Wort bringt keine sachliche Information, sondern deutet auf eine Einschränkung hin, die Sie innerlich haben. Versuchen Sie negative Aussagen zu vermeiden und drücken Sie sich positiv aus! Benutzen Sie auch nicht zu viele Hauptwörter, dadurch wird die Sprache statisch und langweilig."

 Personalberaterin Iris Wegemann war im UTZ zu Gast.
Personalberaterin Iris Wegemann war im UTZ zu Gast.

Im Gespräch konzentrieren sich Männer eher auf körpersprachliche Signale, Frauen achten dagegen mehr auf Mimik und Blickkontakt, erläuterte Iris Wegemann. An ihre Zuhörer appellierte die Personalberaterin: "Arbeiten Sie an Ihrer Sprache, dann werden Sie mehr Gehör finden. Mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen, ist ganz wichtig". red