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Spielstadt "Kleinsulzbachtal" soll nächstes Jahr wieder öffnen

Spielstadt "Kleinsulzbachtal" soll nächstes Jahr wieder öffnen

Bildstock. Am Freitag war Großreinemachen angesagt in "Kleinsulzbachtal". Nach zwei Wochen schloss die Ministadt im Bildstocker Rechtsschutzsaal ihre Tore. Und auch am letzten Tag war wieder ordentlich was los in der Spielstadt. Es gab erneut einige Gerichtsverhandlungen. Unter anderem sollten zwei Umweltsünder angeklagt werden

Bildstock. Am Freitag war Großreinemachen angesagt in "Kleinsulzbachtal". Nach zwei Wochen schloss die Ministadt im Bildstocker Rechtsschutzsaal ihre Tore. Und auch am letzten Tag war wieder ordentlich was los in der Spielstadt. Es gab erneut einige Gerichtsverhandlungen. Unter anderem sollten zwei Umweltsünder angeklagt werden. Sie hatten die Mülltüten aufgerissen und den Müll verteilt. Doch vor dem Prozess machten sich die beiden Schlingel aus dem Staub. "Kleinsulzbachtal", das Nachahmer-Projekt des Minisaarlandes, brachte an zehn Tagen jede Menge Leben in den altehrwürdigen Rechtsschutzsaal. Dort wo einst die Wiege der saarländischen Arbeiterbewegung stand, lernten Kinder das richtige Leben kennen. Um Geld zu verdienen, mussten sie arbeiten. Es gab Polizei, Feuerwehr, ein Gericht und einen Gemeinderat. Die Kinder wählten auch ihren Bürgermeister. "Dafür, dass das Projekt ganz kurzfristig aus dem Boden gestampft wurde, war es eine tolle Sache", sagt der Fördergebietsbeauftragte der Stadt Friedrichsthal, Jochen Uwe Beyer. Er hat sein Büro im Rechtsschutzsaal, war die einzige erwachsene Aufsichtsperson. "Die Kinder haben fast alles unter sich geregelt", sagt Beyer. Auch viele Eltern hätten sich eingebracht, ohne die Kinder bevormunden zu wollen. Zufrieden war auch der 13-jährige Robin Schmelzer. Er hatte die Idee für "Kleinsulzbachtal". Der pfiffige Kerl fand viele Unterstützer und viele Kinder, die mitmachen wollten. Hatte "Kleinsulzbachtal" kurz nach der Eröffnung nur drei Bürger, waren es am Abend des ersten Tages schon 15, am Ende der ersten Woche dann 50. Zwischendurch bevölkerten sogar mal 72 Mädchen und Jungs die Spielstadt im Rechtsschutzsaal. Im nächsten Jahr soll es "Kleinsulzbachtal" wieder geben. Dann soll die Spielstadt in das Friedrichsthaler Ferienprogramm eingebunden werden. ll