Spielplatz und Bewegungspark für Holz

Spielplatz und Bewegungspark für Holz

Heusweiler. Der Heusweiler Ortsteil Holz soll einen "Generationenspielplatz" mit Kleinkind- und Kinderbereich, mit einem Bereich für Jugendliche und einem Bewegungspark für Erwachsene erhalten. Vielleicht kann auch noch der alte Friedhof als Park in das Ensemble mit einbezogen werden. Der Heusweiler Gemeinderat befürwortet das Projekt

Heusweiler. Der Heusweiler Ortsteil Holz soll einen "Generationenspielplatz" mit Kleinkind- und Kinderbereich, mit einem Bereich für Jugendliche und einem Bewegungspark für Erwachsene erhalten. Vielleicht kann auch noch der alte Friedhof als Park in das Ensemble mit einbezogen werden. Der Heusweiler Gemeinderat befürwortet das Projekt. Die endgültige Entscheidung wird allerdings der Bauausschuss treffen.Die Vorgeschichte: Im Dezember 2010 wurde in allen Heusweiler Ortsteilen das Gemeindeentwicklungskonzept (GEKO) vorgestellt, das die Gemeinde im Hinblick auf den demografischen Wandel "zukunftsfähig" machen soll. In Holz gründete sich damals eine Projektgruppe, die ein Konzept zur Neugestaltung des Spielplatzes hinter der Glück-Auf-Halle erstellte. Der Spielplatz dort ist in die Jahre gekommen und mittlerweile auch durch die Bauarbeiten am Glück-Auf-Weg sehr stark beschädigt. Die Projektgruppenmitglieder Dr. Heiner Klein, Norma Frank, Eva Spelz, Nicole Dörr und Simone Paul stellten das Konzept im Heusweiler Gemeinderat vor. Sie schlugen vor, dass der Spielplatz um einen Bewegungspark auf dem ehemaligen Bolzplatz erweitert wird. "Das ist eine Art Fitnessparcours, der besonders auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgelegt ist", sagte Simone Paul.

Moderne Geräte sollen die Bauch-, Gesäß-, Rücken-, Schulter-, Arm-, Bein- und Handgelenkmuskulatur stärken sowie Kondition und Koordination fördern. Integriert werden soll in die Anlage auch eine kleine Ruhezone. "Die Geräte sind einfach zu bedienen. Wir wollen sie aber trotzdem beschildern, und ich erkläre mich bereit, mich eine Stunde lang hinzustellen und die Geräte zu erklären", sagte der Allgemeinmediziner Dr. Klein.

Der Kinderspielplatz soll in einen Bereich für Kleinkinder und ältere Kinder aufgeteilt werden. Für die älteren Jugendlichen, die in Holz keinen Platz hätten, an dem sie sich treffen können, soll ein Bereich mit "Lümmelbänken" und Mülleimern angelegt werden. "Uns erscheint es wichtig, die Jugendlichen einzubeziehen, statt sie zu beschimpfen und zu vertreiben", sagte Eva Spelz.

Ein Sandbagger für die Kleinen

Im Kleinkinderbereich sollen eine Sandbaustelle, ein Sandbagger, Schaukel und Kletterturm aufgestellt werden. Ältere Kinder sollen sich auf einer Rutschbahn austoben. Auch Sitzbänke, ein Zaun und nächtliche Beleuchtung werden vorgeschlagen. "Wir haben ein Konzept erstellt, das alle mit einbezieht und das die Distanz zwischen Älteren, Jugendlichen und Kindern verschwinden lässt", sagte Norma Frank. 25 000 Euro würde das Projekt kosten. Die Projektgruppe will sich um private Sponsoren bemühen.

Zudem könnte der alte Friedhof in Absprache mit der Kirche in einen Park umgewandelt werden. Doch wie Manfred Schmidt (CDU) sagte, stehen die Chancen dafür schlecht: "Die Kirchengemeinde wird nach meinen Informationen nicht mitspielen."

30 000 Euro schon eingeplant

Bauamtsleiter Albert Dörr schilderte, dass schon 30 000 Euro für den Bewegungspark im Haushalt 2012 bereitstehen. Die Geräte könnten also sofort gekauft und aufgestellt werden. Im Haushalt 2013 müsse man dann noch die Gelder für die Geräte des Kinderspielplatzes bereitstellen. Bestellt werden sollten die Spielgeräte aber schon jetzt. Zudem, so Dörr, haben sich die ABG Heusweiler/Riegelsberg und ein ortsansässiges Unternehmen bereit erklärt, die Erdarbeiten für den Jugendbereich auszuführen.

Auf einen Blick

Vom Gemeinderat gab es viel Lob für das Konzept. Ein paar Stimmen: Bürgermeister Thomas Redelberger: "Die Projektgruppe hat eine absolut professionelle Arbeit geleistet. Das ist vorbildliches Bürgerengagement." Hans-Kurt Hill (Die Linke): "Ich finde einen Bewegungspark hervorragend für unsere Gemeinde." Peter Reimann (SPD): "Wir sind unheimlich froh, dass die Bürgerbeteiligung in Holz solche Früchte getragen hat. Der Spielplatz ist dort optimal platziert." Iris Langguth (Bündnis 90/Die Grünen): "Das war eine klare Präsentation der Projektgruppe. Sie hat klasse Ideen. Wir sollten noch prüfen, ob dieses Projekt zuschussfähig ist." Ulrich Steinrücken (NÖL): "Wir reden sehr häufig von Bürgerbeteiligung. Jetzt wurde in Holz das erste Projekt von Bürgern mit sehr viel Liebe fürs Detail erstellt. Ich hoffe, dass der Generationenspielplatz dort gut angenommen wird." dg