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Spielen unter Regenwolken"Zwei-Jahres-Takt ist nicht nur eine finanzielle Frage"

Spielen unter Regenwolken"Zwei-Jahres-Takt ist nicht nur eine finanzielle Frage"

Wie begründet sich diese derzeit durchaus kontrovers diskutierte Idee?Schneidewind: Es ist nicht nur eine finanzielle Frage. Wir haben eine gewisse Stagnation festgestellt. Hier könnte ein zweijähriger Rhythmus mit einem dann größeren Budget zu einer Aufwertung des Angebots führen.In der Stadtratssitzung am Mittwoch wird das Thema diskutiert werden

Wie begründet sich diese derzeit durchaus kontrovers diskutierte Idee?Schneidewind: Es ist nicht nur eine finanzielle Frage. Wir haben eine gewisse Stagnation festgestellt. Hier könnte ein zweijähriger Rhythmus mit einem dann größeren Budget zu einer Aufwertung des Angebots führen.

In der Stadtratssitzung am Mittwoch wird das Thema diskutiert werden. Rechnen sie mit großem Widerstand?

Schneidewind: Ich glaube schon, dass das eine nicht leichte Diskussion werden wird. Ich habe mitbekommen, dass unsere Idee in allen Fraktionen als schwierig angesehen wird.

Was werden Sie auf die Kritik entgegnen?

Schneidewind: Wir können das Familien- und Kinderfest natürlich jedes Jahr stattfinden lassen. Dann werden aber andere Sachen nicht stattfinden. Das muss man so ehrlich sagen. Und ob es dann mehr Mittel geben wird, um die eine oder andere größere Attraktion hierher zu holen, stelle ich dann in Frage.Homburg. Ein Wetter, irgendwo zwischen übel und überflüssig - und doch war das Familien- und Kinderfest gestern im Homburger Stadtpark kein wirklicher Schlag ins Wasser. Natürlich war man in Sachen Besucherzahlen weit von dem entfernt, was vergangene Jahre gebracht hatten. Trotzdem nahmen es die Verantwortlichen der Stadt Homburg, allen voran der zuständige Beigeordnete Rüdiger Schneidewind, selbst Vater einer fünfjährigen Tochter, und Organisationsleiterin Anke Michalsky, ohne allzu lautes Klagen. "Natürlich ist das sehr schade. Nicht nur für die beteiligten Vereine und uns als Ausrichter, sondern vor allem für die Kinder, die sich sehr auf dieses Fest freuen." Und Anke Michalsky ergänzte wenig später: "Da kann man nichts machen, da muss man einfach durch." Besonders bedauerte die Stadtmanagerin die zahlreichen Aktiven, die sich Stunden vor dem eigentlichen Beginn des Festes damit befasst hatten, alles zum Wohle aller vorzubereiten.

Doch es war nicht umsonst. Denn trotz Wind, durchaus kalter Temperaturen und immer wieder einsetzendem Regen gab es an den über 80 Angeboten immer Betrieb, mal mehr, mal weniger. Und das Angebot konnte sich sehen lassen: Mitmachen, Zuschauen, sportlich etwas Neues erleben, Kultur genießen, unter Menschen sein - all das war gestern möglich. Zwar bildeten sich an den Höhepunkten in diesem Jahr keine Schlangen, doch das brachte auch Vorteile für die, die sich nach Homburg aufgemacht hatten. So konnten die Kinder ohne großes Gedrängel mit der legendäres Maus aus der gleichnamigen Fernsehsendung auf Tuchfühlung gehen - für die Kleinen eine wirklich große Schau. Nicht weniger geglückt auch der Auftritt von Tobias van Deisner, Europameister im Ballon-Modellieren. Er sorgte an der Hauptbühne zum Beginn des Festes für viele Lacher und staunende Kinderaugen. Es war buchstäblich fantastisch, was van Deisner aus ein bisschen Gummi und ein wenig Luft zauberte. Schon alleine dafür hätte sich der Besuch des 13. Familien- und Kinderfestes gelohnt.

Weniger zauberhaft: Der anschließende Neubürgerempfang durch die Stadt. Kein einziger Neu-Homburger hatte sich im Stadtpark eingefunden. So blieb Homburgs Oberbürgermeister Schöner als Auftakt nur, das Wetter zu beschwören. Diese "Nullnummer" war allerdings neben dem eben launischen Wetter der wohl einzige Wermutstropfen eines im Grundsatz gelungenen Festes, dem es gestern über weite Strecken schlichtweg an Zuspruch mangelte. "Da muss man einfach durch."

Anke Michalsky über das nass-kalte Wetter zum Kinderfest