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SPD will Platz nach Max Braun benennen

SPD will Platz nach Max Braun benennen

Saarbrücken. Der SPD-Stadtverordnete und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins St. Johann, Thomas Kruse, fordert, den im letzten Jahr neu geschaffenen Platz neben der Alten Feuerwache als Max-Braun-Platz zu benennen. "Am 13. August 2012 jährt sich der Geburtstag von Max Braun zum 120. Mal. Gleichzeitig feiert die SPD St. Johann, in der Max Braun Mitglied war, das 140. Jahr ihres Bestehens

Saarbrücken. Der SPD-Stadtverordnete und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins St. Johann, Thomas Kruse, fordert, den im letzten Jahr neu geschaffenen Platz neben der Alten Feuerwache als Max-Braun-Platz zu benennen. "Am 13. August 2012 jährt sich der Geburtstag von Max Braun zum 120. Mal. Gleichzeitig feiert die SPD St. Johann, in der Max Braun Mitglied war, das 140. Jahr ihres Bestehens. Zum 120. Geburtstag sollte eine Stele, Tafel oder Büste an diesem Ort in Gedenken an den überzeugten Republikaner, kämpferischen Antifaschisten und engagierten europäischen Sozialisten Max Braun installiert werden", sagt Kruse.Das rot-rot-grüne Bündnis im Stadtrat hat sich 2009 grundsätzlich darauf verständigt, ein der Persönlichkeit Brauns angemessenes Denkmal im Bereich der Innenstadt zu errichten. Der nun geschaffene Platz ist derzeit noch namenlos und liegt direkt an der Großherzog-Friedrich-Straße. Diese Straße war 1947 in Max-Braun-Straße umbenannt worden. Nach der zweiten Saarabstimmung 1957 nahm die neue konservative Mehrheit diesen Stadtratsbeschluss jedoch wieder zurück und benannte die Straße in Großherzog-Friedrich-Straße um. Max Brauns Frau Angela Braun, ebenfalls Sozialdemokratin und Mitbegründerin der Arbeiterwohlfahrt Saar, verließ daraufhin Saarbrücken und ließ als Reaktion auf diesen Affront auch Max Brauns Urne von Saarbrücken nach Neuss umbestatten.

Max Braun wurde 1892 in Neuss geboren und kam 1923 als Chefredakteur der Zeitung "Volksstimme" nach Saarbrücken. Von 1925 bis 1928 war er zweiter Vorsitzender und von 1929 bis 1935 erster Vorsitzender der saarländischen SPD. 1932 bis 1935 gehörte er dem Landesrat des Saargebietes an. 1935 emigrierte der Sozialdemokrat zunächst nach Frankreich, später nach England. Kurz vor seiner geplanten Rückkehr ins Saarland verstarb Max Braun am 3. Juli 1945 im Londoner Exil. red