1. Saarland

Spaß und Spiel sollen wieder sein

Spaß und Spiel sollen wieder sein

Herrensohr. Die beste Nachricht zuerst: 2011 soll es in Herrensohr wieder einen "Kinder- und Jugendsommer" geben. Das erklärte jetzt die Kaltnaggischer Initiatorin Karin Hübschen (53), nachdem sich alle Macher gerade zur Nachbesprechung getroffen hatten

Herrensohr. Die beste Nachricht zuerst: 2011 soll es in Herrensohr wieder einen "Kinder- und Jugendsommer" geben. Das erklärte jetzt die Kaltnaggischer Initiatorin Karin Hübschen (53), nachdem sich alle Macher gerade zur Nachbesprechung getroffen hatten. Viele gute Geister, die sich mit Ideen, Spaß und Elan ins Zeug legten, haben die gehaltvolle Freizeitgestaltung während der Sommerferien möglich gemacht. Und waren zufrieden mit der Resonanz. Rund 300 Kinder und Jugendliche nahmen das Angebot wahr, wobei einige von ihnen gleich mehrfach dabei waren, sagt Hübschen: "Manche hatten unseren Flyer die ganze Zeit über in der Hosentasche". Und wie das so ist im Saarland: Ein paar junge Leute kamen auch von außerhalb. Weil etwa "de Patt", wie hierzulande der Patenonkel genannt wird, aus Herrensohr stammt und das Patenkind in Neuweiler wohnt. So spricht sich herum, was herumzusprechen doch sicherlich lohnt. Aktionsprogramme für den Nachwuchs sind gemeinhin unberechenbar. Weil man vorher nie weiß, was angenommen wird und was sich am Ende als Ladenhüter herausstellt. So war beispielsweise das Drachenboot-Training in Dillingen ein Renner. Nebenbei ergaben sich da auch noch zwei Praktikumsplätze in Betrieben für noch suchende Jugendliche. Sehr gefragt war auch die Walderlebniswanderung mit dem Forst-Experten Peter Schneider. Da stürzten sich allein 17 Kinder ins Dickicht. Auch zwei Fußball-Turniere, sagt Karin Hübschen, wurden unter anderem dankend angenommen. "Knüppeldick" im positiven Sinne kam es bei den Bastelangeboten. Da war der Andrang etwa in der Strumpf-, in der Woll- und Holz-Werkstatt riesengroß. 110 Jungen und Mädchen nahmen überdies am Luftballon-Wettbewerb teil. Die Preisverleihung steht noch aus. Andere attraktive Dinge wurden allerdings weitgehend verschmäht. Etwa ein Karate- und ein Webradio-Workshop. Vielleicht lag es am Wetter. In den Sommerferien war's zeitweilig so heiß, dass größere Aktivitäten für viele wohl nicht in Frage kamen. Apropos unberechenbar: Am 14. August war in Herrensohr ein großes Abschlusstreffen angesagt für alle, die mitgemacht haben. Bei dem Gedanken daran muss Karin Hübschen noch immer schmunzeln. Es kamen ein paar Erwachsene und vier Kinder, sodass die Organisatoren ihren Kuchen halt selbst verspeisten. "Awwer klòòr war's trotzdem", sagt Karin Hübschen. Sie selbst ist sehr froh, dass viele, viele Leute im Ort mitgezogen haben. Nächstes Jahr wollen die Organisatoren noch eine Schippe drauflegen. Und dann auch die Vereine und andere Leute mit ins Boot nehmen, die noch nicht dabei waren. Damit der Erfolg sich nochmals einstellt.