Sparzwang trotz guter Arbeit

Sparzwang trotz guter Arbeit

Marpingen. Schon lange ist klar: Städte und Gemeinde packen es in den meisten Fällen nicht mehr allein, Aufgaben zu erfüllen, die den Standort auch für Auswärtige interessant machen. Das ist umso wichtiger, weil Besucher - Urlauber wie auch Tagesgäste - und zuziehende Arbeitnehmer Geld in die chronisch blanken Kassen spülen sollen.So nicht anders in Marpingen

Marpingen. Schon lange ist klar: Städte und Gemeinde packen es in den meisten Fällen nicht mehr allein, Aufgaben zu erfüllen, die den Standort auch für Auswärtige interessant machen. Das ist umso wichtiger, weil Besucher - Urlauber wie auch Tagesgäste - und zuziehende Arbeitnehmer Geld in die chronisch blanken Kassen spülen sollen.So nicht anders in Marpingen. Dort macht sich der Angelsportverein (ASV) Alsbachtal nach Ansicht der Kommunalpolitiker sehr wohl für die Naherholung stark. Zuletzt durch den geplanten Neubau der Fischerhütte am See. Darin sind sich die Gemeinderäte einig. Doch damit hört es schon auf mit der Gemeinsamkeit. Denn wenn es darum geht, mit wie viel Geld aus der Rathauskasse diese Plankosten zu unterstützen sind, gehen die Meinungen auseinander. Im Einzelnen: Um das neue Vereinsheim bauen zu können, muss es einen geänderten Flächennutzungs- und einen Bebauungsplan geben. Diese Verwaltungsarbeit kostet: 9126,82 Euro. Der ASV beantragte, dass Marpingen die Hälfte dieser Verfahrenskosten übernimmt. Macht: 4543,41 Euro. Das Problem nun: Der Verein hatte mit einem geringeren Gesamtpreis für die beiden Pläne gerechnet und bat nun darum, dass Marpingen mehr Zuschuss gibt.

Genau das brachte die CDU und die SPD als die beiden den Rat dominierenden Fraktionen gegeneinander auf. Peter Keßler forderte für die Union, wegen des nicht zu unterschätzenden Nutzens für den Tourismus 6700 Euro zuzuschießen. Das entsprach rund einem Dreiviertel-Beitrag seitens der Gemeinde. Alfred Neis (SPD) sah unbestritten in der ASV-Leistung ebenfalls einen erheblichen Anteil an der Naherholung, wollte es im Namen seiner Partei allerdings bei den aus seiner Sicht ausreichenden 4600 Euro belassen. Die Christdemokraten beantragten trotzdem, den Zuschuss auf ihre geforderte Summe anzuheben. Vergebens. Die Ratsmehrheit stimmte dafür, nicht über den zuvor mit dem Verein abgemachten Halbe-halbe-Zuschuss hinauszugehen.

Übrigens: Der ASV-Vorsitzende Bernd Müller ist parallel Chef der CDU-Gemeinderatsfraktion. Er hatte sich deshalb gleich zu Beginn der Debatte über den Antrag seines Vereins für befangen erklärt und seinen Platz am Ratstisch geräumt. Er verfolgte darauf die Diskussion schweigend vom Publikumspodium im Sitzungssaal des Marpinger Rathauses aus.