Spannende Entdeckungsreise in die Welt des Gartenbaus

St. Wendel · Es war großartig, beim Rundgang über die Frühjahrsmesse "Landwirtschaft und Gartenbau" auf dem Wendelinushof in St. Wendel festzustellen, was der Frühling so alles zu bieten hat, was die Menschen für ihre Gärten jetzt brauchen und worüber sie sich freuen können.

 Auf einem Parcour für kleine Traktoren konnten Kinder ihre Geschicklichkeit ausprobieren. Foto: B & K

Auf einem Parcour für kleine Traktoren konnten Kinder ihre Geschicklichkeit ausprobieren. Foto: B & K

St. Wendel. Zwar herrschten während der Frühjahrsmesse auf dem Wendelinushof nicht unbedingt frühlingshafte Temperaturen. Das konnte jedoch die Stimmung der vielen tausend Besucher, die auf dem weiträumigen Gelände auf Entdeckungsreise gingen, nicht trüben. Viele kamen aus dem Staunen nicht heraus, was die Frühlingszeit alles zu bieten hat. Nach dem Durchschreiten des oberen Eingangs wurden die Menschen mit einem echten Frühlingserlebnis konfrontiert. In einem Schaukasten konnten sie beobachten, wie Küken aus Eiern schlüpfen. "Einige von ihnen sind sogar schon vorzeitig am Samstag geschlüpft", erzählte der Vorsitzende des Urexweiler Geflügel- und Vogelschutzvereins, Sascha Kleer. Jeder Züchter, so erzählte er, habe für den Schaukasten Eier verschiedener Rassen zur Verfügung gestellt. "Vor drei Wochen kamen sie in den Brutkasten, damit sie an diesem Wochenende pünktlich zur Welt kommen."Gartenfreunde mit Rückenproblemen werden künftig weniger Schmerzen empfinden, wenn sie sich das hölzerne Hochbeet anschaffen, das auf der Ausstellung gezeigt wurde. "Alles, was das Gärtnerherz begehrt" verkaufte die Hofgärtnerei. Das Werkstattzentrum für Behinderte bot praktische und schöne Holzarbeiten rund um den Garten an, zum Beispiel die Gartentheke, die für verschiedene Arbeiten im Freien umgebaut werden kann. Eine große Fläche beanspruchte die Maschinenschau des Herstellers Claas. "Die Anforderungen an Mensch, Technik und die Natur steigen stetig", bemerkte ein Mitarbeiter des Unternehmens. "Immer mehr muss in kürzerer Zeit bewerkstelligt werden. Diesen Herausforderungen stellen wir uns." Rasenmäher, rustikale Waldmöbel und schmiedeeiserne Kunstwerke für den Garten fanden auf der Ausstellung viele Interessenten. Blickfänge waren die beiden aufgeblasenen Riesenkühe an der Milchbar, wo Milchshakes mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen viel Zuspruch fanden.

Natur pur konnte an mehreren Plätzen erlebt werden. Zum Beispiel am Naturmobil mit seinen präparierten einheimischen Tieren. Dort konnten auch Felle betastet werden. Am Stand des Hochwälder Falkenhofs aus Wadern schauten drei Vögel die Besucher mit großen Augen an: ein sibirischer Uhu, ein Bussard und ein Sackerfalke. "Der Sackerfalke ist eigentlich ein unechter Falke, weil er sowohl ein Boden- als auch ein Flugjäger ist", erklärte Pascal Biewer. "Ein richtiger Falke ist nur ein Flugjäger." Sehr interessant war das Scheren eines Schafes mit einer elektrischen Schere. "Das Tier ist aber sehr geduldig", meinte ein Zuschauer, der so etwas noch nie gesehen hatte. Während auf dem Ausstellungsgelände die Kinder mit Minitraktoren ihre Runden um die aufstellten Pylone drehten, wagte sich der siebenjährige Maximilian Sutor aus Enkenbach-Alsenbach in der Scheune auf den sich wild drehenden elektronisch gesteuerten Bullen. "Es war sehr wackelig", erzählte der Bub anschließend, "ich bin aber nicht runtergefallen und werde den Ritt noch einmal probieren."