Sonniges Shoppen in der Stadt

Sonniges Shoppen in der Stadt

Saarbrücken. Die Sonne wirft am Sonntagnachmittag ihr warmes Licht in die Bahnhofstraße. Doch kaum einer der hellen Strahlen hat eine Chance, das Straßenpflaster zu berühren. Denn Besucher aus Saarbrücken und Umgebung, Saarländer wie Franzosen, wogen als Menschenmeer durch die Innenstadt. Voll sind nicht nur die Fußgängerzonen Bahnhofstraße und St. Johanner Markt

Saarbrücken. Die Sonne wirft am Sonntagnachmittag ihr warmes Licht in die Bahnhofstraße. Doch kaum einer der hellen Strahlen hat eine Chance, das Straßenpflaster zu berühren. Denn Besucher aus Saarbrücken und Umgebung, Saarländer wie Franzosen, wogen als Menschenmeer durch die Innenstadt. Voll sind nicht nur die Fußgängerzonen Bahnhofstraße und St. Johanner Markt. Die Menschen strömen auch in die Geschäfte. Michael Genth, Vorsitzender des Vereins für Handel und Gewerbe: "Die Stadt ist voll, die Geschäfte sind voll, die Sonne scheint, was will man mehr?" Zumal die Kundschaft die Wirtschaftskrise vergessen lässt. Genth erklärt: "An einem Tag wie heute wollen es sich die Leute einfach mal gut gehen lassen, dann gönnen sie sich auch einmal ganz bewusst etwas." Das liege einmal daran, dass sich Genth und die anderen Geschäftsleute, so der Vorsitzende, "viele verführerische Angebote" ausgedacht haben. Aber auch daran, dass es zuletzt wieder positive Neuigkeiten aus der Politik gegeben hat. "Durch die volle Rückerstattung der Pendlerpauschale und günstigere Benzinpreise haben die Leute auch wieder etwas Geld, das sie ausgeben." In seinem Geschäft "Lederwaren Spahn" fühlen sich die Kunden wohl. "Ich fühle mich hier sehr willkommen, die netten Verkäuferinnen kümmern sich sofort und unaufdringlich um jeden Kunden", sagt Marlies König, die sich gerade eine neue Handtasche gegönnt hat. Das liegt wohl daran, dass der verkaufsoffene Sonntag, der nur viermal im Jahr stattfindet, etwas Besonderes für das Spahn-Team ist. "Wir beginnen diese Tage stets mit einem gemeinsamen Brunch, danach geht es gut motiviert in das Geschäft", sagt Genth. Zurück in die sonnige Bahnhofstraße. "Boaahh!", staunt dort der vierjährige Max, während ein Clown direkt vor seiner Nase mit wenigen geschickten Handbewegungen aus einem Luftballon einen drolligen Dackel knotet. So etwas hat der Junge noch nicht erlebt."Schön, dass man bei den verkaufsoffenen Sonntagen in Saarbrücken auch immer an die Kinder denkt", sagt seine Mutter Sarah Nbogo. So werde das Einkaufen zum gemeinsamen Familienerlebnis. Fabienne Deschamps aus Frankreich mag es, wenn die Saarbrücker Einkaufsmeile sonntags ihre Türen öffnet: "An einem sonnigen Sonntag macht Shoppen besonders viel Spaß." Sie hat ein paar Ostergeschenke für ihre Lieben und Frühjahrsmode für sich besorgt. "Jetzt kann die warme Jahreshälfte kommen", freut sie sich. Am meisten zu tun haben die vielen Eisverkäufer. Bis zu sechs Damen und Herren arbeiten an den Ständen. Dennoch scheint die Zahl der Wartenden kaum kleiner zu werden. "Gemessen am Wetter und dem Menschenaufkommen hier ist die Wartezeit hinnehmbar", sagt Ulrike Schmidt, während sie wieder ein Stückchen der ersehnten süßen Abkühlung näher rückt. Auch der Vorsitzende des Verkehrsvereins, Walter Poggenpohl, ist "superzufrieden". Besonders freut ihn, "dass die Stadt bereits ab 13 Uhr supervoll war". "Jetzt kann die warme Jahreshälfte kommen."Fabienne Deschamps