Song-Contest mit vielen Neuheiten

Song-Contest mit vielen Neuheiten

Einiges an Neuerungen erwartet die Besucher des Eurovision Song Contest in diesem Jahr in Malmö. Gespannt warten alle, ob sich das Gerücht bestätigt, und Abba zur Eröffnung des Finales auftritt. Mirko Buljan ist wieder hautnah dabei.

. Am Donnerstag geht's los. Dann ist für Mirko Buljan wieder Eurovision-Song-Contest-Zeit. Bis einen Tag nach der Entscheidung wird er in Malmö bleiben. Die Stadt nahe an der dänischen Grenze richtet in diesem Jahr den Wettbewerb europäischer Sangeskunst aus, den ehemaligen Grandprix. Wie alle Jahre ist der gebürtige Neunkircher, jetzt Schiffweiler, SZ-Mitarbeiter und selbst Sänger mit von der Partie und gewährt Einblicke in die Geschehnisse vor Ort. "Es ist weniger Platz als sonst", weiß Buljan im Gespräch mit der SZ im Vorfeld. etwa 10 000 bis 12 000 Zuschauer wird die Halle nur fassen. "Dabei gibt es sehr, sehr viele Fans für die wenigen Karten."

Wieder wird man in Schweden für einiges an Neuerungen sorgen. Das Land ist bekannt für seine Grandprix-Austragungen, die Menschen dort lieben sie. "Beim Vorentscheid sind hier bereits so viele Zuschauer wie sonst in Deutschland beim Finale nicht." Deshalb will man künftig gemäß dem großen Vorbild in Deutschland auch drei Vorentscheide machen. Apropos drei: Das wird eine der Reformen in Malmö werden - statt der üblichen drei Moderatoren gibt es nur noch einen. Größte Neuerung für die Besucher aber wird der Aufbau in der Halle sein. Erstmal gibt es nur Stehplätze. "Da wird wohl die Stimmung auf jeden Fall besser rüber kommen", ist sich Buljan sicher, der aber auch schon drüber nachdenkt, wie er die lange Stehzeit übersteht. Auf jeden Fall sind Turnschuhe im Gepäck. Denn zwei Halbfinale und das Finale - das sind immerhin jeweils bis zu sieben Stunden.

Die Karten hierfür haben im Paket übrigens stolze 350 Euro gekostet. "Alles in allem sind 2000 Euro weg", so Buljan. Die Übernachtung ist billiger geworden, als sie noch vor Wochen war. "Da war alles geblockt, selbst die Jugendherberge kostete 100 Euro, mein jetziges Hotelzimmer noch 300, jetzt zahle ich 100 pro Nacht." Das ist die übliche Vorgehensweise bei Großveranstaltungen und gehört nicht zu den schwedischen Contest-Reformen. Zwei weitere Dinge hingegen schon. Jeder Teilnehmer steht sich selbst vor, von jedem Land gibt es Postkarten. Und vor allem: Die Reihenfolge der Auftritte wird nicht mehr gelost sondern mehr oder weniger logisch aufgebaut. Sprich: Es geht mit einem Knaller los, zwei ähnliche Titel liegen nicht hintereinander.

Ursprünglich sollte der Contest mottofrei ablaufen. Jetzt hat man sich doch für einen Schmetterling entschieden - Symbol für den so genannten Schmetterlingseffekt (kleine Ursache, große Wirkung). "We are one" heißt es dann auch beim Opening, die Nummer haben keine Geringeren geschrieben als Björn und Benny, die B's von Abba. Und es geht das Gerücht, weiß Buljan, dass Agnete und Frida sich dazugesellen für diesen Abend und die legendäre Band noch einmal zusammenkommt. Bis zu diesem Auftritt - wenn er denn kommt - bleibt allerdings für Buljan noch viel zu erleben. Am 13. Mai ist Empfang in der deutschen Botschaft, die öffentlichen Proben beginnen am 10. Mai. "Ich bin so gespannt. Bislang fällt es mir schwer auch nur eine Top Ten zusammenzubekommen." In den Wettbüros stehen bislang Deutschland, Norwegen, Russland, Italien und vor allem Dänemark. San Marino würde es Buljan gönnen, Ralph Siegel hat hier komponiert. Und die Briten haben wieder in die Seniorenkiste gegriffen: Nach Engelbert Humperdinck im vorigen Jahr, soll es dieses Mal Bonnie Tyler rocken.