1. Saarland

Solarmodule auf dem Hallendach: Strom für knapp 30 Haushalte

Solarmodule auf dem Hallendach: Strom für knapp 30 Haushalte

St. Wendel. Seit einigen Wochen erstrahlt es in neuem Glanz: das Dach der Tennishalle des Wendeler Clubs TC Blau-Weiß. Aus einiger Entfernung betrachtet gleicht es geradezu einem überdimensionalen Spiegel. Grund dafür sind mehrere hundert Solarmodule, die in den nächsten 20 Jahren umweltfreundlichen Strom produzieren sollen

St. Wendel. Seit einigen Wochen erstrahlt es in neuem Glanz: das Dach der Tennishalle des Wendeler Clubs TC Blau-Weiß. Aus einiger Entfernung betrachtet gleicht es geradezu einem überdimensionalen Spiegel. Grund dafür sind mehrere hundert Solarmodule, die in den nächsten 20 Jahren umweltfreundlichen Strom produzieren sollen. Rund 1000 Quadratmeter groß ist die Solaranlage auf dem Dach der Sportanlage. Die 1,2-Quadratmeter-Module bringen es zusammen auf eine Höchstleistung von 130 Kilowatt peak. "Davon nutzen wir 30 selbst, der Rest wird ins städtische Netz eingespeist", erklärt TC-Präsident Joachim Meier mit einem zufriedenen Lächeln.Der Grund für gute Laune ist schnell erklärt. Nach Angaben des TC-Präsidenten habe der Plan, das Dach der Sportstätte mit Solarmodulen zu bestücken, schon lange bestanden. Gescheitert sei das Vorhaben jedoch immer an den zu hohen Kosten. Die Lösung kam unverhofft: "Der Alsweiler Unternehmer Dieter Rauber ist vor einigen Wochen auf uns zu gekommen und hat vorgeschlagen, die Kosten für eine Solaranlage auf unserem Dach zu übernehmen. Damit rannte er natürlich offene Türen ein." Gekostet habe der Ausbau rund 300 000 Euro, wovon allein 15 000 Euro in eine neue Dachkonstruktion für die Sporthalle investiert wurden. Geld, das der Elektrounternehmer durch den Verkauf des erzeugten Stroms an die Stadtwerke wieder reinholen will. Knapp 30 Haushalte könnten mit dem Solarstrom vom Hallendach versorgt werden. Großen Wert legt TC-Chef Meier darauf, dass die verbauten Module von deutschen Herstellern produziert wurden. Das Thema regionale Wertschöpfung sei ihm wichtig.

Noch wichtiger ist ihm jedoch ein anderes Thema. Meier: "Das Geld, was wir von jetzt an beim Strom sparen, werden wir vor allem in unsere Jugendarbeit investieren."

Mit 120 Nachwuchsspielern stehe der Verein hervorragend da. Eine Tatsache, die gerade in Zeiten des demografischen Wandels (immer mehr ältere Menschen stehen immer weniger jüngeren gegenüber) nicht selbstverständlich sei. "Kinder sind unsere Zukunft, aber Jugendarbeit kostet nun einmal viel Geld", gibt der TC-Chef zu bedenken. Er ist deshalb überzeugt, dass der St. Wendeler Tennisclub aufgrund des Umbaus doppelt positiv in die Zukunft blicken kann. Meier: "Wir sind froh, mehr Geld in die Jugend investieren zu können und gleichzeitig eine ökologisch sinnvolle Lösung für unsere Stromversorgung gefunden zu haben."