1. Saarland

"So leicht wie heute war es noch nie"

"So leicht wie heute war es noch nie"

Lebach. Der TV Lebach kann gegen die VSG Saarlouis einfach nicht gewinnen. Zur dieser schmerzhaften Erkenntnis kam Marion Schwinn am späten Samstagabend nach der 1:3-Niederlage (25:23, 23:25, 16:25, 14:25) ihrer Mannschaft im Regionalliga-Heimspiel. Die Trainerin der Volleyball-Damen des TV Lebach war wie die 100 Zuschauer in der Sporthalle Lebach sichtlich enttäuscht

Lebach. Der TV Lebach kann gegen die VSG Saarlouis einfach nicht gewinnen. Zur dieser schmerzhaften Erkenntnis kam Marion Schwinn am späten Samstagabend nach der 1:3-Niederlage (25:23, 23:25, 16:25, 14:25) ihrer Mannschaft im Regionalliga-Heimspiel. Die Trainerin der Volleyball-Damen des TV Lebach war wie die 100 Zuschauer in der Sporthalle Lebach sichtlich enttäuscht. "So leicht wie heute, war der Sieg gegen die VSG noch nie", seufzte Lebachs Trainerin nach dem vierten verlorenen Prestige-Duell in Folge, "dabei haben wir die ersten zwei Sätze dominiert, in den entscheidenden Situationen aber dumme Fehler gemacht." Lebach am Anfang besserIm ersten Durchgang reichte es nach hoher Führung am Ende noch knapp für einen 25:23-Erfolg. Satz zwei ging dann aber mit dem gleichen Ergebnis an die von Punkt um Punkt nun immer stärker werdenden Gäste. In den Sätzen drei und vier (16:25, 14:25) lief bei den Gastgeberinnen dann überhaupt nichts mehr. Als Steffi Höwer nach 104 Minuten den ersten Matchball für Saarlouis mit einem Aufschlag-Ass verwandelte, wurde es in der Halle mucksmäuschenstill. "Wir haben eben keine Steffi Höwer, die bei Saarlouis 70 Prozent der Punkte macht", zuckte Schwinn mit den Schultern. Anita Nawrat habe bei ihren Pässen mit viel mehr Risiko spielen müssen, vergleicht Schwinn ihre erst 15 Jahre alte Zuspielerin mit Routinier Melanie Stolz auf der Gegenseite, das habe aber leider nicht immer funktioniert. Für Gilbert Pohl war Höwer ebenfalls die beste Spielerin auf dem Feld. Nur dass der Gäste-Trainer seine 1,88 Meter große Hauptangreiferin heute wegen anderer Qualitäten lobte. "Dass Steffi am Netz die Punkte macht, erwarte ich von ihr. Heute hat sie auf den 81 Quadratmetern aber auch in der Annahme und der Abwehr erstklassigen Volleyball gespielt", schwärmte der VSG-Teamchef. 10:3 führte Lebach im dritten Satz, als Saarlouis loslegte. Lebach bekam nun immer größere Probleme mit der Annahme. Darunter litt nun auch das Angriffsspiel. Plötzlich gelangen den Theelstädterinnen am Netz keine Punkte mehr.Im dritten Satz wie gelähmt Anders die VSG. Angetrieben von der trotz Fuß-Verletzung bis zuletzt kämpfenden Spielführerin Elke Stolz und Vollstreckerin Steffi Höwer holte der Tabellenzweite Zähler um Zähler auf, glich aus und zog den ab Mitte des dritten Satzes wie gelähmt wirkenden Gastgeberinnen auf und davon. Nach den Klatschen in den Sätzen drei und vier saß der Frust im Lebacher Lager später tief, wie Karina Leuck offen zugab. "Es ist schwer, gegen Saarlouis das hohe Niveau zu halten. Wir haben es nicht geschafft, deshalb ist das Spiel gekippt", bedauerte die routinierteste TV-Spielerin den Einbruch. "Ein Einbruch, aber kein Beinbruch", resümierte Marion Schwinn. "Saarlouis hat nicht die Punkte, sondern wir haben auf einmal die Fehler gemacht. Das war der Knackpunkt."