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"So kann Sulzbach klingen"

"So kann Sulzbach klingen"

Der "Kinderklamauk" der Stadt Sulzbach ging am vergangenen Samstag in die nächste Runde. Im Innenhof der Salzbrunnenhäuser erklangen bei gutem Wetter die Kinderstimmen von vier eingeladenen Kinderchören.

Sulzbach. Das erste Kinder- und Jugendchortreffen unter dem Motto "Wir singen - ihr auch?" stammt aus der Ideenwerkstatt von Stefanie Bungart-Wickert. Die musikalische Erzieherin der Kita St. Elisabeth in Sulzbach war selbst mit ihrem Kinderchor "Violini" Teil des Programms.Bungart-Wickert ist als Jugendreferentin des Saarländischen Chorverbandes ein Freund des Musizierens: "Die Kinder sollten ein Ziel haben. Wenn wir nur in unserer eigenen Proberaumwelt bleiben, wäre das schade. Man braucht doch auch das Präsentieren und Anwenden seines Könnens", sagte die Chorleiterin im SZ-Gespräch.

Und dieses Können wurde auch vom Mellinschulchor unter der Leitung von Sabine Schönig unter Beweis gestellt. Die neun Kinder glänzten unter anderem mit einem Song aus dem Amadeus-Musical. "Das kenn ich", hörte man von Sabrina. Die Neunjährige fing einfach an, mitzusingen. "Genau das ist das höhere Ziel der Veranstaltung", kommentierte Bungart-Wickert, "die Gesellschaft soll wieder mehr singen", sagte sie.

Mit Brezeln und Popcorn konnten sich die Kinder zwischen den Auftritten stärken, eine Bastelecke diente als Rückzugsraum.

"Es ist immer schön, wenn Kinder was machen, da ist man immer so stolz", sagte Besucherin Tanja Bungert, Mutter der singenden Jana. Staunen konnte man auch über die Textsicherheit der Kleinen. Strophenlang wurde durchgehalten. "Das Treffen hier ist ausbaufähig", meinte Karin Noe. Die Chorleiterin war mit zehn Kindern ihres Kinderchores des Männergesangsvereins 1862 Kleinblittersdorf angereist. Bürgermeister Michael Adam, auch unter den Besuchern, teilte diese Ansicht: "Wir sollten dringend eine Wiederholung anstreben, das könnte sich etablieren als feste Veranstaltung", meinte der Rathauschef während der Kinderchor der Musikschule Sulzbach, geleitet von Hetwig Conrath, ihre Sprechrhythmen zum Besten gaben. Auch bei den Organisatoren des Chorfestes blickte man in zufriedene Gesichter. "Es könnte mehr los sein, aber es ist gemütlich", verlautbarte Kerstin Bär, Vorsitzende des Fördervereins der Kita St. Elisabeth. Zusammen mit dem Elternbeirat der Einrichtung hatte man für die Möglichkeit gesorgt, Popcorn, Brezeln und Malecke anbieten zu können.

Nachdem so manches Elterntränchen bei Gesangssoli ihrer Kleinen kullerte, brachte Organisatorin Bungart-Wickert den ganzen Salzbrunneninnenhof zum Musizieren. Ihr Kinderchor stimmte mit Eltern und Gästen einen Canon an. "So kann Sulzbach klingen", meinte Bungart-Wickert beim Schlussapplaus.Archivfoto: ane

"Die Gesellschaft soll wieder mehr singen."

Stefanie Bungart-Wickert