Evakuierungen im Saarland 1944 „Uns wollte niemand – ich muss noch heute weinen“

Schwalbach · Im Herbst 2024 jährt sich zum 80. Mal die Evakuierung aus dem heutigen Saarland. Damals mussten die Menschen zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre ihre Heimat verlassen. Agathe Krall aus Schwalbach hat als Kind diese Zeit miterlebt. Im dritten Teil unserer Serie gibt sie Einblicke und teilt ihre Erinnerungen.

Agathe Krall aus Schwalbach war sechs Jahre alt, als ihre Familie im Jahr 1944 aus Schwalbach evakuiert wurde. Traumatische Erlebnisse prägten den Weg nach Rohrdorf im Allgäu. Die heute 86-Jährige hat aber auch schöne Erinnerungen an die damalige Zeit.

Agathe Krall aus Schwalbach war sechs Jahre alt, als ihre Familie im Jahr 1944 aus Schwalbach evakuiert wurde. Traumatische Erlebnisse prägten den Weg nach Rohrdorf im Allgäu. Die heute 86-Jährige hat aber auch schöne Erinnerungen an die damalige Zeit.

Foto: Dirk Ley

Am Bahnhof in Heusweiler herrscht im November 1944 reges Treiben. Zahlreiche Menschen warten auf die Züge, mit denen sie ins Landesinnere des Deutschen Reiches evakuiert werden sollen. Doch dann ist der Fliegeralarm unüberhörbar. Die folgenden Szenen haben sich bei Agathe Krall, damals noch unter ihrem Mädchenname Both bekannt, ins Gedächtnis eingebrannt: „Der Zug wurde bombardiert und brannte. Die großen Bäume in der Nähe sahen aus wie riesige Fackeln.“