1. Saarland

So ganz war er ja nie weg

So ganz war er ja nie weg

Primstal. Die Katze ist aus dem Sack. Lothar Pesch wird in der kommenden Saison neuer Trainer beim Verbandsligisten VfL Primstal. Der 48-Jährige, der bis Sommer 2012 noch beim Rivalen SG Noswendel/Wadern unter Vertrag steht, wird beim aktuellen Tabellenzweiten Nachfolger des nach der Runde scheidenden Trainerduos Nicola Lalla/Jochen Ernst

Primstal. Die Katze ist aus dem Sack. Lothar Pesch wird in der kommenden Saison neuer Trainer beim Verbandsligisten VfL Primstal. Der 48-Jährige, der bis Sommer 2012 noch beim Rivalen SG Noswendel/Wadern unter Vertrag steht, wird beim aktuellen Tabellenzweiten Nachfolger des nach der Runde scheidenden Trainerduos Nicola Lalla/Jochen Ernst."Es war für uns klar, wenn unser Trainergespann aufhört, dass Lothar unsere erste Wahl ist", erklärt Primstals Präsidiumsmitglied Alwin Arm. In den vergangenen Jahren hat Pesch beim VfL als Jugendtrainer viele Talente geformt, gefördert und sie während seiner zehnjährigen Tätigkeit als Jugendleiter begleitet. "Es ist unsere Vereinsphilosophie, dass wir weiter auf die Talente aus der Jugend bauen und sie weiterentwickeln wollen", sagt Arm.

Die Aussicht, mit vielen jungen Spielern perspektivisch arbeiten zu können, hat auch Pesch letztendlich überzeugt. Nach dem ersten Vertragsgespräch mit den Verantwortlichen in Noswendel hatte er sich eine 14-tägige Bedenkzeit erbeten. Am Samstag teilte er seinem bisherigen Club seine Entscheidung mit. "Ich hatte fünf schöne Jahre bei der SG. Als die Anfrage vom VfL kam, habe ich sehr viel über die Konstellation nachdenken müssen. Ich wohne in Primstal, kenne das Umfeld von A bis Z, und muss und kann meinen Sohn Marc trainieren", schildert Pesch.

Einen Interessenkonflikt erkennt er nicht in der Tatsache, dass er mit der SG Noswendel bis Saisonende einen direkten Konkurrenten des VfL im Aufstiegsrennen zur Saarlandliga trainiert. "Ich bin als Trainer Profi genug und werde alles dafür geben, um mit der SG die Saison mit dem bestmöglichen Erfolg abzuschließen", stellt Pesch klar. Er habe immer gut mit dem Verein zusammengearbeitet, selbst wenn es mal sportlich nicht so gelaufen sei. Die SG Noswendel-Wadern hatte er im Jahr 2007 übernommen und von der Landes- in die Verbandsliga geführt.

Im Sommer kehrt Pesch nun wieder an seine alte Wirkungsstätte zurück. Von 1993 bis 1998 war der Inhaber der Trainer-B-Lizenz schon einmal als Spielertrainer beim VfL tätig. Der damalige Vorsitzende hieß Arm. "Es war irgendwie damals schon klar, dass Lothar einmal als reiner Trainer zurückkehren wird", sagt Arm.

Als Co-Trainer und Trainer für die zweite Mannschaft konnte der VfL Christof Holz, den derzeitigen Jugendleiter der JFG Schaumberg-Prims, gewinnen. Holz löst beim Bezirksligateam das Trainerduo Thomas Warken und Marco Pignatelli, der bereits in der Winterpause aus beruflichen Gründen geht, ab. "Beide Kader werden ab dem Sommer gemeinsam trainieren, eine strikte Trennung im Trainingsbetrieb wie bisher wird es nicht mehr geben", verkündet Arm. Den Talenten soll Pesch nun ein Sprungbrett bieten.

Ziel ist der Aufstieg

Nach der Verpflichtung des neuen Trainers wollen die Verantwortlichen in Primstal jetzt mit den Spielern über eine weitere Zusammenarbeit in der nächsten Saison reden. "Als Tabellenzweiter, der aufsteigen will, müssen wir natürlich zweigleisig planen. Natürlich ist es unser Ziel, die Mannschaft größtenteils zu halten", kündigt Arm an. Am Sonntag vergrößerte das Team mit dem 6:0-Sieg gegen Limbach seinen Vorsprung in der Tabelle gegenüber Noswendel (1:2 gegen Ballweiler) auf fünf Punkte. Hinter dem auf dem Aufstiegsplatz zwei stehenden VfL folgt mit drei Zähler Rückstand jetzt der SC Gresaubach, den Pesch von 2005 bis 2007 betreute. "Es war irgendwie damals schon klar, dass Lothar einmal als reiner Trainer zurückkehren wird."

Lothar Pesch möchte die erste und zweite Mannschaft des VfL enger verzahnen. Foto: Hartung

Alwin Arm, Präsidiumsmitglied des VfL Primstal