So funktioniert das Asylverfahren in Deutschland

So funktioniert das Asylverfahren in Deutschland

Saarbrücken. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bekommen nach ihrer Ankunft in Deutschland einen Vormund. Mit diesem stellen sie gemeinsam beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen Asylantrag. Dort wird der Minderjährige zu seinen Fluchtgründen befragt. Bei einem positiven Ausgang des Antrags erhält der Flüchtling eine Aufenthaltserlaubnis

Saarbrücken. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bekommen nach ihrer Ankunft in Deutschland einen Vormund. Mit diesem stellen sie gemeinsam beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen Asylantrag. Dort wird der Minderjährige zu seinen Fluchtgründen befragt.Bei einem positiven Ausgang des Antrags erhält der Flüchtling eine Aufenthaltserlaubnis. "Der Bescheid kann bis zu sechs Monate dauern", sagt Stefan Gebhardt, Leiter des Jugendmigrationsdienstes des Diakonischen Werkes an der Saar.

Bei der Ablehnung des Asylantrags können Asylsuchende gegebenenfalls eine Duldung aus humanitären Gründen bekommen. Was bedeutet, dass die Abschiebung des Flüchtlings vorübergehend ausgesetz wird.

Nach dieser ersten Instanz (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) entscheidet die Ausländerbehörde über den Status der Flüchtlinge. Die Behörde legt etwa fest, ob die Aufenthaltsgenehmigung für den Flüchtling befristet oder unbefristet ausgestellt wird. Ist die Genehmigung jedoch erteilt, können die Flüchtlinge verschiedene Bildungsangebote nutzen. "Anspruch auf Integrationsmaßnahmen haben nur Personen mit einer Aufenthaltsgenehmigung", erklärt Horst Finé, Leiter der zentralen Ausländerbehörde des Saarlandes. agri

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