1. Saarland

So festlich klang Himmelfahrt

So festlich klang Himmelfahrt

Tholey. Zupackend und dominierend blies Joël Schwartz seinen Part in Händels Arie "Let the bright Seraphim", während Eva Leonardy mit weichem, runden Sopran und mühelosen Spitzentönen gefiel. Schwartz ließ eine Trompeten-Suite in D-Dur desselben Komponisten folgen

Tholey. Zupackend und dominierend blies Joël Schwartz seinen Part in Händels Arie "Let the bright Seraphim", während Eva Leonardy mit weichem, runden Sopran und mühelosen Spitzentönen gefiel. Schwartz ließ eine Trompeten-Suite in D-Dur desselben Komponisten folgen. Der erfahrene Organist Christian von Blohn meisterte die Aufgabe, durch intelligente Registrierung das fehlende Orchester zu ersetzen.Weil auf der Empore wenig Platz für andere Solisten ist, hatte sich Eva Leonardy richtig entschieden, Mozarts Motette "Exsultate, jubilate" im Angesicht der Zuhörer von unten aus zu singen. Sie beeindruckte mit schönen Koloraturen und sauberer Intonation, dazu mit einem sehr stimmungsvollen langsamen Satz. Ihre Stärke ist die hohe Lage, und so konnte sie in Johann Sebastian Bachs Solokantate "Jauchzet Gott in allen Landen" allen stimmlichen Anforderungen uneingeschränkt genügen. Die Orgel begleitete vorzüglich, den Ecksätzen verlieh die Trompete zusätzlichen Glanz.

Christian von Blohn hatte als Besonderheit eine Bearbeitung der berühmten Chaconne aus der Suite für Violine solo in d-Moll von Johann Sebastian Bach mitgebracht. Er nutzte alle klanglichen Möglichkeiten der Orgel und verwandelte somit geigerische Virtuosität in faszinierende Orgelkunst.

Als überraschend elegische Zugabe präsentierte das Trio dann auch noch die Klage "Lascia ch'io pianga" aus Händels Oper "Rinaldo".