Sl-1503.sand/Foto sl-sandsteinmauer-Roden Rodener "Wahrzeichen" wird saniert

Roden. Die Rodener Friedhofsmauer ist prägend für das Ortsbild des größten Stadtteils von Saarlouis. Derzeit laufen die umfangreichen Restaurierungsarbeiten. Auch die Tore werden wieder im Originalzustand hergestellt

 Wolfgang Wacker (zweiter von links) erläuterte Manfred Heyer, Peter Demmer und Charlotte Lay (von links) den derzeitigen Stand der Sanierungsarbeiten an der Rodener Friedhofsmauer. Foto: SZ

Wolfgang Wacker (zweiter von links) erläuterte Manfred Heyer, Peter Demmer und Charlotte Lay (von links) den derzeitigen Stand der Sanierungsarbeiten an der Rodener Friedhofsmauer. Foto: SZ

Roden. Die Rodener Friedhofsmauer ist prägend für das Ortsbild des größten Stadtteils von Saarlouis. Derzeit laufen die umfangreichen Restaurierungsarbeiten. Auch die Tore werden wieder im Originalzustand hergestellt. "Die Rodener Friedhofsmauer ist nicht nur eine Umfassung, die ein Grundstück eingrenzt, sie ist Bestandteil der Rodener Historie und prägend für das Ortsbild", erklärte Baubeigeordneter Manfred Heyer. Daher stand es auch außer Frage, dass die entlang der Matthiasstraße stark sanierungsbedürftige Mauer erhalten bleibt. Ein Gutachten brachte Aufschluss über das Ausmaß der Zerstörung. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass nicht nur die Fugen, die Vermörtelung und einzelne Steine erneuert werden müssen, sondern die Mauer auch im Fundamentbereich schwer geschädigt ist. Die Kosten wurden auf rund 100000 Euro veranschlagt. Die Standsicherheit der Mauer war in verschiedenen Teilen nicht mehr gewährleistet. Das Fundament zur Friedhofsinnenseite muss komplett erneuert werden. Die Saarbrücker Bausanierungsexperten bauten die Mauer auf Grund der verwitterten Vermörtelung an verschiedenen Stellen komplett ab. Dann wurden die Steine sortiert, gereinigt, zwischengelagert und wieder aufgebaut. "Es war uns wichtig, die Mauer möglichst originalgetreu wieder herzustellen", erklärte Wacker. Das galt nicht nur für die Höhe, die auf Grund der Hanglage zwischen 1,70 und 2,20 Meter liegt, sondern auch für die Farbgebung und den Aufbau. Daher hat die städtische Vermessungsabteilung vor Beginn der Sanierung die Mauer komplett vermessen, fotografiert und einen Plan erstellt. Insgesamt waren rund 100 Quadratmeter Mauerwerk zerstört und mussten ersetzt werden. Die neuen Steine kamen aus einem Steinbruch im Elsass. Damit die neuen Steine farblich nicht vom Original abwichen, wurden verschiedenfarbige Mauerquader ausgebaut und der Fachfirma zum Farbabgleich zur Verfügung gestellt. Schwierig ist die Anpassung der Abdeckplatten im oberen Bereich, da die Mauer dort einen Bogen macht, erklärte Wacker. Im Rahmen der Arbeiten werden auch die Eingangstore im ursprünglichen Zustand wieder hergestellt. "Die Restaurierung ist ein großer Aufwand, doch in jedem Fall gerechtfertigt", sagte Manfred Heyer. red

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort