1. Saarland

SGH ohne Chance in Nieder-Olm

SGH ohne Chance in Nieder-Olm

Nieder-Olm. Schon um 7.30 Uhr mussten die Handballer der SGH St. Ingbert gestern Morgen los. Gelohnt hat sich das frühe Aufstehen und die weite Anreise zum TV Nieder-Olm allerdings nicht: Gegen den Tabellenführer der Oberliga RPS setzte es mit 24:37 (11:20) vor rund 200 Zuschauern die erwartete Niederlage. Bereits zur Pause war den Rheinhessen der Sieg nicht mehr zu nehmen

Nieder-Olm. Schon um 7.30 Uhr mussten die Handballer der SGH St. Ingbert gestern Morgen los. Gelohnt hat sich das frühe Aufstehen und die weite Anreise zum TV Nieder-Olm allerdings nicht: Gegen den Tabellenführer der Oberliga RPS setzte es mit 24:37 (11:20) vor rund 200 Zuschauern die erwartete Niederlage. Bereits zur Pause war den Rheinhessen der Sieg nicht mehr zu nehmen. "Wir haben das Spiel schon in der ersten Halbzeit verloren", erklärte SGH-Neuzugang Wieslaw Michalski. "Wir haben uns zu Beginn gleich sechs Tempogegenstöße eingefangen. Dann ist es natürlich schwer, wieder heranzukommen."

Erst in der sechsten Minute kamen die Saarländer durch Jaroslaw Dobrovodsky zum ersten Treffer (1:4). Nach etwas mehr als zehn Minuten stand es bereits 9:2 für die Gastgeber. "Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Unser Angriff war viel zu passiv, und wir konnten uns nur wenige Torchancen erarbeiten", meinte Linksaußen Sebastian Marx. Zahlreiche technische Fehler verhinderten eine St. Ingberter Aufholjagd, dazu kamen Probleme mit dem Ball. "Würfe aus der zweiten Reihe waren wegen des Harzverbots nicht möglich", meinte Marx.

Besonders auffällig: Mit der enormen Schnelligkeit der Gastgeber konnte die SGH zu keinem Zeitpunkt des Spiels mithalten. Für Trainer Krzysztof Wroblewski, der die Partie wegen seiner Rot-Sperre aus dem Spiel gegen Irmenach vor einer Woche von der Tribüne aus beobachtete, gab es da nichts zu beschönigen: "Wir sind einfach zu langsam zurück gelaufen. Nieder-Olm ist die läuferisch stärkste Mannschaft der Liga. Und deshalb ist so ein Verhalten in dieser Halle tödlich."

Den Neun-Tore-Abstand konnten die Gäste in der zweiten Hälfte zunächst noch halten. Zumindest kämpferisch ließ die SGH nicht locker. "Immer wenn unsere Abwehr kompakt stand, hatte der TVN Probleme mit unserer Deckung", meinte der 43-jährige Pole.

Doch die eigenen Unzulänglichkeiten im Angriff machten den Gästen auch nach der Pause das Leben weiterhin schwer. "Der Gegner kam durch unsere Fehler immer wieder zu leichten Toren durch Tempogegenstöße", erkannte der verletzte Spielmacher Simon Pytlik. Auf der Gegenseite vergaben die Gäste zahlreiche freie Chancen und scheiterten immer wieder an den starken Torhütern des TVN, Christian Conradi und Mark Böhm. "Wir hatten keine Geduld, unsere Angriffe langsam aufzubauen", meinte Wroblewski und kritisierte auch die Einstellung: "Keiner war dazu bereit, mal Verantwortung zu übernehmen. Wir haben das Spiel schon in der Kabine verloren."

SGH-Tore: Oliver Küch 5/2, Jaroslav Dobrovodsky 4/1, Michael Deckert 4, Sebastian Marx, Philip Forster je 3, Holger Lührs 2, Jan Kreibig, Wieslaw Michalski, Lukas Styrancak je 1.

"Wir haben das Spiel schon in der Kabine verloren."

SGH-Trainer

Krzysztof Wroblewski