1. Saarland

SF-Stürmer waren viel zu harmlos

SF-Stürmer waren viel zu harmlos

Mettlach. "Das war ein hochverdienter Sieg. Endlich hat die Mannschaft das abgerufen, was sie kann", freut sich Mettlachs Interimscoach Thomas Steies, der nach der Trennung von Markus Kneip gegen die SF Köllerbach kurzfristig als Trainer die sportlichen Geschicke leitete

Mettlach. "Das war ein hochverdienter Sieg. Endlich hat die Mannschaft das abgerufen, was sie kann", freut sich Mettlachs Interimscoach Thomas Steies, der nach der Trennung von Markus Kneip gegen die SF Köllerbach kurzfristig als Trainer die sportlichen Geschicke leitete.

Gegen die SF Köllerbach zeigte sich das Tabellenschlusslicht von Beginn an hellwach und kam in der Anfangsphase vor allem durch die schnell vorgetragenen Angriffe über links durch Alexander Eckert zu einigen guten Möglichkeiten, doch Christopher Wendel und Simon Heintz vergaben aus kurzer Distanz knapp. Nach 34 Minuten bekam die Hintermannschaft der Sportfreunde nach einem weiten Freistoß aus dem Mittelfeld den Ball nicht unter Kontrolle, der starke Jens Kirchen schnappte sich das Leder und schoss aus acht Metern unhaltbar für SF-Torwart Sebastian Grub ins lange Eck. Zwar waren die Gäste in der Folgezeit spielbestimmend, doch scheiterte der SFK -Angriff ein ums andere Mal an der sicher stehenden Defensive des SVM. "Wir sind eigentlich zu keinen richtigen Chancen gekommen, haben nach vorne zu wenig gemacht. Unsere Stürmer waren viel zu harmlos", ärgerte sich SFK-Trainer Melori Bigvava über seine Offensivabteilung, die von der starken Mettlacher Verteidigung um Patrick Heinz und Christian Lutz schon bei der Ballannahme abgemeldet wurde. Wenn bei den Sportfreunden im ersten Durchgang überhaupt Torgefahr aufkam, dann nur bei zwei Freistößen von Dominik Groß und Xhavit Kadrija, die SVM-Schlussmann David Paulus aber problemlos entschärfte (11. und 16. Minute).

In der zweiten Halbzeit spielte sich das Geschehen zunächst im Mittelfeld ab, Torraumszenen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Nach 61 Minuten hatte Davit Bakhtadze die beste Möglichkeit für seine SFK, als er eine Freistoßflanke annahm und aus spitzem Winkel abzog. Aber erneut war David Paulus zur Stelle und parierte. Als nach 63 Minuten SVM-Akteur Christopher Wendel nach einem Foulspiel mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde, gewann die Bigvava-Elf zwar optisches Übergewicht. Aber selbst eine halbe Stunde in Überzahl und die Einwechselung von Jens Hartz als dritter Spitze, reichten den Sportfreunden nicht, um die sicher stehende Abwehr des SVM in Bedrängnis zu bringen. Zu ideenlos waren die Aktionen nach vorne und zu oft operierte die Bigvava-Elf mit langen Bällen, die ihr Ziel nicht fanden. "Zwar waren wir bis auf wenige Minuten im ersten Durchgang klar spielbestimmend, aber das nützt leider nichts, wenn man sich vorne keine Chancen erarbeitet. Ein Remis wäre allemal verdient gewesen aber wegen der Offensivschwäche haben wir folgerichtig verloren", meint Bigvava zur Leistung seines Teams.