1. Saarland

Seit 23 Jahren einzigartig

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Werschweiler. Die Werschweiler Theatertage sind bereits seit Jahren weit über die Ortsgrenze hinaus bekannt und auch dieses Jahr hieß es wieder drei Tage lang: "Vorhang auf und Bühne frei für die Theaterfreunde Werschweiler." Der 1989 gegründete Verein ist vor allem wegen seiner Auftritte bei den Theatertagen so beliebt, sagen die Zuschauer

Werschweiler. Die Werschweiler Theatertage sind bereits seit Jahren weit über die Ortsgrenze hinaus bekannt und auch dieses Jahr hieß es wieder drei Tage lang: "Vorhang auf und Bühne frei für die Theaterfreunde Werschweiler." Der 1989 gegründete Verein ist vor allem wegen seiner Auftritte bei den Theatertagen so beliebt, sagen die Zuschauer. "Die Schauspieler sind alles Leute, die man aus dem Ort kennt", erzählt Ruth Wolff, die noch keinen Auftritt des Vereins verpasst hat. "Aber wenn sie dann hier auf der Bühne stehen, erlebt man sie immer wieder ganz anders als man sie kennt." Dem stimmt auch Ruth Wolffs Schwägerin Astrid Wolff zu. "Das Besondere an den Aufführungen ist vor allem auch der Werschweiler Dialekt, der da gesprochen wird", sagt sie. "Das ist einfach einmalig."Die beiden sind sich einig, wer einmal da war, kommt immer wieder. "Für die Werschweiler Bürger ist es einfach eine Tradition, jedes Jahr zu den Theatertagen zu kommen," erklärt Ruth Wolff.

Ebenfalls von Anfang an dabei: Heinrich Müller. Der gebürtige Werschweilerer ist Gründungsmitglied des Theatervereins, hat früher jahrelang selbst Regie geführt. Von Beginn an schreibt Müller die Stücke für die Aufführungen in den original Werschweiler Dialekt um. "Mindestens ein Stück pro Jahr", erzählt er. "Insgesamt sind es schon mehr als 25, die ich umgeschrieben habe."

Müller ist stolz auf "seinen" Verein und freut sich, dass nicht nur Einheimische zu den Aufführungen kommen. "Es gibt Abende, da sind mehr als 80 Prozent der Zuschauer von außerhalb. Das zeigt uns, wie sehr sich unsere Auftritte herumsprechen."

Und tatsächlich. Das Werschweiler Gemeindehaus ist sogar am dritten und letzten Abend bis auf den letzten Stuhl besetzt, fast 200 Leute sind gekommen, um sich das Stück "Türschlosspanik" von Inka Hahn und Frank Knittermeier anzusehen.

Zum Inhalt: Katharina Klein (gespielt von Doris Groß), eine nicht mehr ganz junge Hausfrau mit einem Hang zu fremden Männern, vergnügt sich mit ihrem Freund Robert (Mike Recktenwald) auf der Couch im heimischen Wohnzimmer. Völlig unerwartet erlöschen bei dem Liebesspiel plötzlich die Lebensgeister von Robert und Katharina verfällt in Panik. Dann taucht ihre Freundin Beate auf, die versucht, Katharina zu helfen, die Situation zu retten. Doch das ist nicht so einfach. Bei dem Versuch, den vermeintlich toten Liebhaber verschwinden zu lassen, werden Katharina und Beate andauernd unterbrochen. Alle zwei Minuten klingelt das Telefon oder es steht jemand vor der Haustür. Der Schornsteinfeger, die Nachbarin, der Fensterputzer, der Heizungsableser - andauernd steht jemand an der Tür und versetzt Katharina und Beate in Panik.

Zu den unerwarteten Besuchern gehört dann auch noch ein Antiquitätenhändler, der sich aber mehr für Katharina als für Antiquitäten interessiert. Und da ist ja auch noch Katharinas Mann. . .

Liesel Rietz, Spielleiterin des Schauspiels, ist zufrieden mit "ihrer" Truppe. "Ich bin von Anfang an beim Werschweiler Theaterverein dabei, seit einigen Jahren auch als Spielleiterin", erzählt sie. "Es ist ein wirklich toller Verein, die Leute sind super und es macht wahnsinnigen Spaß."

Auf einen Blick

Die Akteure: Doris Groß, Silvia Schmidt, Kary-Ann Wern, Mike Recktenwald, Werner Faak, Alexander Klein, Florian Klein, Thomas Thiel, Silvia Müller, Jörg Schmidt, Heini Müller, Doris Zimmer, Klaus Zimmer, Klaus Engelbert, Angelika Bolley, Meike Schönwald, Susi Theobald, Elfi Linxweiler, Liesel Rietz. tom