Seel lässt Hasborn verzweifeln

Seel lässt Hasborn verzweifeln

Reimsbach. Die Saarlandliga-Fußballer des 1. FC Reimsbach hätten ihren Fans am vergangenen Samstag gerne eine dicke Oster-Überraschung ins Nest gelegt

Reimsbach. Die Saarlandliga-Fußballer des 1. FC Reimsbach hätten ihren Fans am vergangenen Samstag gerne eine dicke Oster-Überraschung ins Nest gelegt. Am Ende reichte es beim SV Hasborn nach einer taktisch disziplinierten Leistung zwar "nur" zu einem 1:1, doch damit beendeten die Reimsbacher die Erfolgsserie des Dritten, der im Jahr 2012 bislang alle seine neun Pflichtspiele gewonnen hatte.In der ersten Halbzeit hatten die Hausherren aus Hasborn mehr vom Spiel. "Wir haben wirklich tief gestanden, weil wir wussten, dass die Hasborner eine ähnliche Spielanlage haben wie wir. Sobald sie gezwungen sind, das Spiel zu machen, bekommen sie Probleme", erklärte FCR-Torjäger Marco Buchheit. "Deshalb haben wir uns aufs Verteidigen konzentriert und versucht, über Konter kleine Nadelstiche zu setzen." Beispielsweise durch Alexander Schmitt in der 32. Spielminute: Der Rechtsaußen zog nach einem Tempolauf nach innen und scheiterte nur knapp. Das war's aber auch aus Sicht der Reimsbacher. "Es war eigentlich ein Spiel auf ein Tor, aber wir haben zu viele Fahrkarten geschossen. Wir hätten schon zur Pause mit 1:0 führen müssen", ärgerte sich Hasborns Trainer Heiko Wilhelm.

In der 74. Minute vergab Reimsbachs Christian Hissler die bis dato beste Chance des Spiels. Benjamin Sauer setzte sich links durch, schickte Buchheit steil in den Strafraum, der quer auf den heranstürmenden Hissler legte. "Eigentlich hat Christian alles richtig gemacht. Sein Abschluss war hart und platziert - aber Hasborns Torhüter Reiter hat den einfach bärenstark gehalten", lautete das Urteil des FCR-Vorsitzenden Norbert Buchheit. Nur zehn Minuten später legten die Reimsbacher ihrem Gegner doch ein Ei ins Nest: Schmitt auf der rechten Außenbahn bewies viel Übersicht, spielte Buchheit den Ball genau vor die Füße, und der traf zum 1:0. Dann wurde es hektisch: In der 86. Minute brachte Sauer den Hasborner Daniel Jung im Strafraum zu Fall, der Schiedsrichter gab Elfmeter. Für Norbert Buchheit eine zweifelhafte Entscheidung. Die aber ohne Folgen blieb: Jan Stutz trat an und scheiterte am überragenden Fabian Seel. "Wahnsinn, wie er den gehalten hat. Man hatte zwischenzeitlich das Gefühl, der Fabian hält heute einfach alles", lobte der Stürmer.

Turbulente Schlussminuten

Kurz später gab es ein heftiges Wortgefecht zwischen einigen Spielern. Schiedsrichter Willy Bauer zeigte dem bereits verwarnten Marco Buchheit die Gelb-Rote Karte (89.). "Meiner Meinung nach hätte er auch 15 anderen Gelb zeigen müssen", fand Marco Buchheit. Doch dann geschah - zumindest aus Reimsbacher Sicht - Kurioses: "Vor meinem Platzverweis war der Ball im Aus, eigentlich hätte es mit Einwurf weitergehen müssen", fand Marco Buchheit. Doch Bauer pfiff Freistoß für Hasborn. Mike Bach trat an, und der eingewechselte André Dewes köpfte am langen Pfosten zum 1:1 ein. "Wir hätten den Sieg gerne mitgenommen, aber vom Spielverlauf muss man zufrieden sein. Fabian Seel war heute unser bester Mann", fand Norbert Buchheit.

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