Keine Chance auf Genehmigung Sechs Vereine stellen Antrag auf Cannabis-Anbau im Saarland

Saarbrücken · Bisher haben sechs Vereine im Saarland einen Antrag auf gemeinschaftlichen Anbau von legalem Cannabis gestellt. Die Anträge haben aktuell allerdings keine Chance, auch tatsächlich genehmigt zu werden.

 Ab dem 1. Juli ist der Cannabis-Anbau im Verein in Deutschland erlaubt. Genehmigt werden kann er im Saarland jedoch noch nicht.

Ab dem 1. Juli ist der Cannabis-Anbau im Verein in Deutschland erlaubt. Genehmigt werden kann er im Saarland jedoch noch nicht.

Foto: dpa/Monika Skolimowska

Sechs Vereine haben im Saarland bisher einen Antrag auf gemeinschaftlichen Cannabis-Anbau gestellt. Das teilte das für die Anbau-Genehmigung zuständige Umweltministerium mit. Seit 1. Juli ist der gemeinschaftliche Anbau von Cannabis im Verein deutschlandweit erlaubt. „Bisher wurde noch keine Erlaubnis erteilt, da die Prüfungsverfahren noch andauern“, teilte das Umweltministerium mit.

Dass Anbauvereine im Saarland in den kommenden Wochen eine Genehmigung bekommen werden, dürfte allerdings ausgeschlossen sein. Denn die Anträge werden im Umweltministerium erst bearbeitet, wenn alle im Cannabisgesetz der Bundesregierung „aufgezählten Dokumente und Nachweise vollständig vorliegen“, so das Ministerium. Das ist für die Vereine aktuell aber unmöglich. Denn diese müssen unter anderem einen ausgebildeten Präventionsbeauftragten benennen, der eine Schulung an einer Landes- oder Fachstelle für Suchtprävention nachweisen kann. Solche Schulungen werden aber im Saarland noch gar nicht angeboten. Schulungen soll es im Saarland erst geben, wenn ein entsprechender Lehrplan von der Bundesregierung erstellt wurde. Das soll voraussichtlich ab August der Fall sein.