1. Saarland

Schwül-warmes Wochenende mit kräftigen Gewittergüssen

Schwül-warmes Wochenende mit kräftigen Gewittergüssen

Wir erleben diesmal einen Mai der Extreme, da die erste Monatshälfte von krassen Temperatur- und Wettergegensätzen geprägt war. Der aprilhafte Mai zog bislang alle Register und bot uns ein breites Spektrum an Wetterkapriolen: Gewitter mit Graupel- und Hagelschauer, Sintflutregen, sommerliche Wärme, herbe Kälterückfälle, Frost und sogar Schnee im Schwarzwald

Wir erleben diesmal einen Mai der Extreme, da die erste Monatshälfte von krassen Temperatur- und Wettergegensätzen geprägt war. Der aprilhafte Mai zog bislang alle Register und bot uns ein breites Spektrum an Wetterkapriolen: Gewitter mit Graupel- und Hagelschauer, Sintflutregen, sommerliche Wärme, herbe Kälterückfälle, Frost und sogar Schnee im Schwarzwald.Pünktlich zu den Eisheiligen erfolgte ein markanter Kaltlufteinbruch durch Tief Wiebke, das uns mit arktischer Kaltluft gleichzeitig die kälteste um diese Jahreszeit noch mögliche Luftmasse aus dem Norden gebracht hat. Am Tag der "kalten Sophie" war es mit einstelligen Temperaturen tagsüber besonders unterkühlt. Die Eisheiligen gingen sogar noch in die Verlängerung, als in der Nacht zum Vatertag erstmals seit 2005 wieder Luftfrost (null Grad) im Mai auftrat. Zu einem derart späten Zeitpunkt (nach der Monatsmitte) kam es bisher innerhalb meiner Messreihe noch nie zu Frost. Die Talsohle der späten Mai-Kälte wurde damit durchschritten, zum Wochenende machen die Temperaturen wieder einen Sprung nach oben. Aber diese wiederum rasche Erwärmung kostet ihren Preis, die feucht-warme Frühsommerluft müssen wir uns mit zahlreichen Schauern und Gewittern teuer erkaufen. Zwischenhoch Norbert, das uns am Feiertag noch mit freundlichem Wetter verwöhnt hat, wandert schnell weiter nach Osten, so dass wir rasch in den Wirkungskreis des steuernden Tiefs Xanthippe über der Biskaya geraten. Aus Südeuropa lenkt das Tief schwül-warme Luft heran, die für ein wechselhaftes Wochenende verantwortlich sein wird.

Heute erreicht uns die Warmfront von Xanthippe, bereits am Vormittag ist es stärker bewölkt und schauerartiger Regen zieht durch. Später lockert die Wolkendecke auf, die Sonne kann sich zeigen, jedoch können sich nachmittags und abends in der feuchten Luft gewittrige Schauer bilden. Mit 18 bis 20 Grad wird es wärmer als zuletzt. Am Samstag und Sonntag dehnt sich tiefer Luftdruck von Westeuropa weiter zu uns aus, und bei einer Mischung aus sonnigen Abschnitten und aufgetürmten Quellwolken entladen sich ab dem Nachmittag einzelne Gewittergüsse, die örtlich kräftig sein können. Es wird schwül-warm bei Höchstwerten von 20 bis 23 Grad. Zu Beginn der neuen Woche nistet sich das Tief genau über Deutschland ein, und das Gerangel zwischen Warmluft und Kaltluft geht in die nächste Runde. So ist es bis Donnerstag wechselnd bis stark bewölkt, wiederholt ziehen teils starke Regenfälle durch, die auch gewittrig sein können.