Schwimmvereine fürchten um Mitglieder

Schwimmvereine fürchten um Mitglieder

Saarbrücken. Um den Zuschuss von 300 000 Euro ans Erlebnisbad Calypso zu sparen, plant das städtische Sport- und Bäderamt, dass die Vereine künftig in städtischen Hallenbädern trainieren. Amtsleiter Tony Bender sagte im Sportausschuss: "Wir fanden es besser, die Vereine schon jetzt darauf vorzubereiten, anstatt sie erst im November damit zu überfallen

Saarbrücken. Um den Zuschuss von 300 000 Euro ans Erlebnisbad Calypso zu sparen, plant das städtische Sport- und Bäderamt, dass die Vereine künftig in städtischen Hallenbädern trainieren. Amtsleiter Tony Bender sagte im Sportausschuss: "Wir fanden es besser, die Vereine schon jetzt darauf vorzubereiten, anstatt sie erst im November damit zu überfallen." Die meisten Vereine fürchten, dass Mitglieder abspringen, wenn sie weitere Wege zum Training hätten als bisher.Also zum Beispiel an den Stadtrand nach Altenkessel statt ins Calypso. Außerdem bräuchten die Vereine für bestimmte Wassersportarten die passenden Rahmenbedingungen, die nicht überall gegeben seien. Als Beispiel nannte Bender die Wasserballer. Auch über eine Gebührenerhöhung der Vereine für Trainingsbahnen müsse nachgedacht werden, weil sie bei weitem nicht die Kosten deckten, sagte Bender.

Die derzeit gültigen Verträge seien mehr als zehn Jahre alt, und bekanntlich seien in dieser Zeit die Energiekosten enorm gestiegen. SPD-Fraktionschef Peter Bauer kritisierte, dass eine Gebührenerhöhung von 50 Prozent schon in der Diskussion sei, ohne dass die Fraktionen gefragt worden wären. Bender bat um Verständnis. Zwar habe die Verwaltung besorgten Vereinen und der SZ einen Anhaltspunkt zur Größenordnung dieses Aufschlages geben wollen, aber betont, dass alleine der Stadtrat darüber zu entscheiden habe, ob und in welcher Höhe die Gebühren steigen. Die Vereine in den eigenen Schwimmhallen trainieren zu lassen, mache Sinn, weil in einigen Hallen, etwa am Malstatter Kirchberg, noch Trainingszeiten frei seien, berichtete Bender. al

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