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Schulfest steigt in Alsweiler künftig auch ohne Schule

Schulfest steigt in Alsweiler künftig auch ohne Schule

Alsweiler. Die Schule ist aus. Und zwar für immer. Das gilt zumindest für die Grundschule in Alsweiler, denn mit dem Beginn der diesjährigen Sommerferien ist die Schule vor Ort endgültig Geschichte

Alsweiler. Die Schule ist aus. Und zwar für immer. Das gilt zumindest für die Grundschule in Alsweiler, denn mit dem Beginn der diesjährigen Sommerferien ist die Schule vor Ort endgültig Geschichte. "Das ist ein historischer Tag für Alsweiler", meinte dementsprechend Ortsvorsteher Paul Schäfer bei der Eröffnung der diesjährigen Scool's-out-Party auf dem Alsweiler Dorfgemeinschaftsplatz anlässlich des Ferienbeginns. Organisiert wurde das Schülerferienfest - es war das sechste in Folge - wie immer von der Marpinger Gemeindeverwaltung, dem Jugendbüro Marpingen sowie dem Theater- und Karnevalverein (TKV) Alsweiler. Und wie in den Jahren zuvor waren auch diesmal wieder mehrere hundert Kinder aus der ganzen Gemeinde und darüber hinaus nach Alsweiler gekommen, um mit Spiel, Spaß, Spannung und Unterhaltung in die Ferien zu starten. Für Unterhaltung hätten ursprünglich die Rockzebras sorgen sollen. Doch die Band des Schülerhorts Alsweiler ist, wie Florian Gasse vom TKV erklärte, "derzeit auf Welt-Tournee". Dafür sprang die Musical-Truppe des Kinderhorts ein und präsentierte einen schaurig-schönen "Tanz der Vampire". Die großen und kleinen Besucher des Schüler-Ferienfestes konnten aber auch selbst für Stimmung sorgen, und zwar auf der Karaoke-Bühne. Doch nicht jedem lag das Singen vor großem Publikum. Die meisten Kinder wollten viel lieber einfach nur nach Herzenslust spielen und toben. Und dazu bot sich reichlich Gelegenheit. Etwa beim menschlichen Tischfußball-Turnier oder beim Klettern an der Steilwand. Beliebt war auch das Sumo-Ringen, das der Jujutsu Verein St. Wendel organisiert hatte. Hier konnten die Jungs und Mädels, gehüllt in dick ausgepolsterte Kostüme, auf echten Wettkampf-Matten ihre Kräfte messen. Für die kleineren oder etwas weniger kämpferisch veranlagten Ferienkinder stand indes der große Spielparcours bereit. Hier galt es zu balancieren und zu hüpfen, zu laufen und zu werfen. Oder mit dem Bobby-Car eine Bestzeit zu fahren. Einer der Bobby-Car-Piloten war Alessandro Santalugia. "Ich habe schon fast alles ausprobiert", meinte der Achtjährige unmittelbar vor dem Start, "und am besten hat mir das Torwandschießen gefallen." So weit war Luca Weiand noch nicht gekommen: "Ich habe bis jetzt erst mit der Wasserpistole geschossen und beim Scheibenschieben mitgemacht. Aber das hat ganz gut geklappt." Dann musste Luca weiter, denn es gab so viel für ihn zu entdecken auf dem Riesen-Spielplatz, als dass er Zeit für einen ausgedehnten Plausch gehabt hätte. Etwas mehr Zeit - da selbst kein aktiver Spieler - hatte Marpingens Bürgermeister Werner Laub: "Ich finde es einfach immer wieder unheimlich toll hier", sagte der Verwaltungschef. "Für die Kinder ist dieser Platz für ein solches Fest einfach optimal." Und auch wenn es in Zukunft keine Alsweiler Dorfschule mehr gibt, "das Ferienfest wird weiterhin hier gefeiert", versicherte Bürgermeister Laub.