1. Saarland

Schüler, Lehrer und Eltern waren ein starkes Team

Schüler, Lehrer und Eltern waren ein starkes Team

Bexbach. Es war eine launige Rede, mit der Klassenlehrer Alfred Ströher "seine" 13er am Samstag aus der Freien Waldorfschule in Bexbach verabschiedete. In einer Feierstunde im Festsaal des großen Hauses verzichtete Ströher mit einem Augenzwinkern auf eine allzu schulisch-wissenschaftliche Verpackung für das, was ihn mit Blick auf seine Schüler beschäftigte

Bexbach. Es war eine launige Rede, mit der Klassenlehrer Alfred Ströher "seine" 13er am Samstag aus der Freien Waldorfschule in Bexbach verabschiedete. In einer Feierstunde im Festsaal des großen Hauses verzichtete Ströher mit einem Augenzwinkern auf eine allzu schulisch-wissenschaftliche Verpackung für das, was ihn mit Blick auf seine Schüler beschäftigte. Stattdessen ließ er noch einmal wesentliche Stationen des schulischen Lebenswegs der insgesamt zehn Abiturientinnen und Abiturienten Revue passieren, von den Jahresarbeiten und der Prüfung für den Realschulabschluss bis hin zu den parallel laufenden Vorbereitungskursen für das Regelabitur. Ströher: "Das war nicht ganz problemlos, weil das ständige Springen zwischen den verschiedenen Anspruchsniveaus doch zu einigen Konfusionen führen konnte."Ströher blickte in seiner kurzen Rede auch in die Zukunft: "Ihr habt jetzt eine wichtige Hürde in Eurem Leben genommen", sagte er in Richtung der Abiturienten. Eben diese Hürde hatten Elif Ziehmer (Notendurchschnitt 1,1) und Vera Tielkes (1,4) am besten genommen.

Ströhers Rede war Teil einer Feier, in der nicht nur die Verabschiedung der 13er auf dem Programm stand. Auch zwölf Schüler der Klassenstufe 12, hier endet die eigentliche Waldorf-Schulzeit grundsätzlich, wurden mit dem mittleren Bildungsabschluss verabschiedet, für 21 ihrer Mitschüler soll der schulische Lebensweg mit einer 13. Klasse und dem angestrebten Ziel der allgemeinen Hochschulreife weitergehen. Für beide Schülergruppen gestaltete sich die gemeinsame Abschlussfeier stimmungsvoll. Neben den Schülerreden von Mirjam Schmidt und Maximillian Schmitt für die 12er und Vera Tielkes für die 13er rückten auch Dörte Uhlig aus dem Kreis der Eltern der Abschlussklasse zwölf und Lehrer Bernd Bienioßek die in den zurückliegenden Jahren geleistete Arbeit der Schüler in den Mittepunkt ihrer "Schluss-Sätze". So nannte Uhlig die nun verabschiedeten 12er eine "starke Klasse. Gemeinsam, Schüler, Lehrer und Eltern, waren wir ein starkes Team".

Eingebettet waren die Reden und die Zeugnisübergaben in ein anspruchsvolles musikalisches Programm. Schon nach der Begrüßung durch Lehrer Enzo Ziegler startete das Mittelstufen-Orchester mit dem Filmhit "Mission impossible". Danach gab es, gespielt vom Unterstufen-Orchester, ein Stück aus dem Freischütz. Im Anschlusss daran präsentierten beide Orchester gemeinsam mit der Gitarrengruppe den Klassiker "Lady in black". Doch damit nicht genug: Michel Courettes "Le Coucou", ein Lieder-Medley des Chores Rundadinella, zwei Präsentationen des Mittelstufenchors "Studio X" und eine Liederauswahl aus dem "Zauberer von Oz" gaben dem Vormittag Glanz. thw

Auf einen Blick

Die Namen der Abiturientinnen und Abiturienten der Waldorfschule Bexbach und ihre Berufswünsche in Klammern (so weit angegeben): Clara-Sophie Adamidis (Psychologie); Joelle Folschweiler (FSJ und Soziale Arbeit); Kristina Aileen Maurer (Modedesign); Leonie Mevis (Psychologie); Caroline Oest (Wirtschaftsinformatik); David Russy (Umwelttechnik/Erneuerbare Energien/Energiewirtschaft); Joschka Schilhab (Maschinenbau); Vera Tielkes (Lehramtsstudium Englisch und Spanisch); Jan Lukas Weber (-); Elif Myra Ziehmer (Physik).

Die Namen der Schüler, die die Waldorfschule nach dem zwölften Schuljahr mit mittlerem Bildungsabschluss verlassen: Katja Bauer, Tim Janis, Joshua Geimer, Katja Hemmerling, Karoline Kauf, Maria Lubimow, Lara-Marie Mevis, Cedric Julian Pinnow, Mirjam Schmidt, Maximillian Schmitt, Johannes Uhlig, Paula Urban, Maike Emilie Winter. thw