Schüler fragten, Richter antwortete

Weiskirchen. Im Rahmen des Projektes "Kinderrechte, Menschenrechte?! Richter gehen in die Schulen" besuchte Werner Kockler, Vorsitzender des Saarländischen Richterbundes und Richter am Amtsgericht Merzig, die Schüler der Klassenstufe 8 der Eichenlaubschule Weiskirchen. Das Projekt des Adolf-Bender-Zentrums St

Weiskirchen. Im Rahmen des Projektes "Kinderrechte, Menschenrechte?! Richter gehen in die Schulen" besuchte Werner Kockler, Vorsitzender des Saarländischen Richterbundes und Richter am Amtsgericht Merzig, die Schüler der Klassenstufe 8 der Eichenlaubschule Weiskirchen. Das Projekt des Adolf-Bender-Zentrums St. Wendel möchte den Jugendlichen die Bedeutung der Kinder- und Menschenrechte näher bringen und ihre Relevanz im Alltag deutlich machen. Ebenso gehört zum Grundgedanken der Menschenrechte, eine Position gegen Diskriminierungen jeglicher Art zu entwickeln.Natürlich waren die Schüler aber auch neugierig, wie die Arbeit eines Richters denn nun wirklich aussieht, und stellten viele Fragen, die von Kockler ausführlich beantwortet wurden. Warum er Richter geworden sei, ob er schon bedroht worden sei oder jemanden zu Unrecht verurteilt habe. Was eigentlich der Unterschied zwischen Mord und Totschlag sei und wie lange man eingesperrt werde, wenn das Urteil lebenslänglich laute.

Reges Interesse

Interessant waren vor allem Themen, die die Jugendlichen direkt betreffen, zum Beispiel wenn es um die Verletzung von Urheberrechten beim Herunterladen von Dateien aus dem Internet ging oder darum, dass heute auch häufiger Mädchen gewalttätig seien.

Kockler berichtete von seinen Erfahrungen als Jugendrichter und erläuterte, welche Maßnahmen gegenüber straffällig gewordene Jugendliche ergriffen werden. Auch die aktuelle Diskussion um den so genannten "Warnschussarrest" wurde aufgegriffen. Eine auf Bewährung verhängte Jugendstrafe soll dann mit einem Arrest kombiniert werden können. Der Täter soll "etwas verspüren", wie es in den Materialien zum neuen Gesetz heißt.

Gespürt haben auch die Schüler der Eichenlaubschule Weiskirchen, welche Auswirkungen gesetzeswidriges Verhalten haben kann, und dass Schule keine Strafe ist. red

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