Schüler erkunden lothringische Hauptstadt bei Rallye

Schüler erkunden lothringische Hauptstadt bei Rallye

Wie führt man ein Unternehmen? Wie verkaufen diese – trotz Konkurrenz – möglicht gewinnbringend ihre Produkte? Mit solchen Fragen beschäftigten sich die Zehntklässler des Gymnasium Wendalinum bei einem Planspiel.

Die Französischschüler der Klassen 7 bis 9 der GemS/ERS Schaumberg Theley besichtigten in Metz kulturelle Sehenswürdigkeiten. Foto: GemS/ERS Schaumberg Theley. Foto: GemS/ERS Schaumberg Theley
Die Schülerin Lena Christen (vorne im Bild) wiegt die in einer Cola-Flasche enthaltene Zuckermenge ab. Foto: Dr.-Walter-Bruch-Schule. Foto: Dr.-Walter-Bruch-Schule
Die Klasse 10 d lernte beim Green Day am Umweltcampus Birkenfeld, ein Unternehmen zu führen. Foto: Gymnasium Wendalinum. Foto: Gymnasium Wendalinum
Singen, tanzen, sich etwas trauen – Karina Ritter macht es den Freisener Schülern vor (rechts daneben Michaela Kessler). Foto: GemS Freisen. Foto: GemS Freisen
Schulleiter Peter Reichert im Gespräch mit Louise Zimmermann (links) und Lea Rammacher aus der Klasse 8b des Cusanus-Gymnasiums. Foto: Schule. Foto: Schule
83 Schüler und zehn Lehrer nahmen an der Ski-Exkursion ins österreichische Pfunds teil. Foto: Gymnasium Wendalinum. Foto: Gymnasium Wendalinum
14 Schüler nahmen an dem Workshop in Tholey teil. Foto: Schule. Foto: Schule
Die Marpinger Schüler besichtigten auf dem Halberg auch die Fernsehstudios und lauschten einer Orchesterprobe. Foto: Schule. Foto: Schule
Das Baby-Projekt an der Theleyer Gemeinschaftsschule Schaumberg kam bei den Jungen und Mädchen sehr gut an. Foto: Schule. Foto: Schule
Mit Küchenchef Marcel Osterloh probierten sich diese Schüler an Menüs. Foto: Schule. Foto: Schule
Gut in Englisch: Schüler der Gemeinschaftsschule in Türkismühle haben am Big-Challenge-Wettbewerb teilgenommen. Foto: Schule. Foto: Schule

Abseits von Mathe, Deutsch und Erdkunde werden in den Schulen in der Region auch besondere Projekte geboten. Die Schüler berichten von Aktionen und gemeinsamen Ausflügen.Welche Unterschiede bestehen zwischen freiwilliger und gebundener Ganztagsschule?

Peter Reichert: Die freiwillige Ganztagsschule beginnt nach dem Unterricht am Vormittag mit einem gemeinsamen Mittagessen. Danach fertigen alle Kinder bis 15 Uhr unter Aufsicht von Lehrkräften und Betreuerinnen ihre Hausaufgaben an. Wer will, kann dann nach Hause gehen. Daneben besteht noch die Möglichkeit, bis 17 Uhr betreute Freizeit in der Schule zu verbringen.

Wie sieht es in der gebundenen Ganztagsklasse aus ?

Reichert: In der gebundenen Ganztagsklasse beginnt der Unterricht morgens um 8.45 Uhr und endet nachmittags um 16.15 Uhr. Der Unterricht findet rhythmisiert und verteilt über den ganzen Tag statt. Der Unterricht wird von einer einstündigen Mittagspause unterbrochen. In dieser Pause nehmen alle Schüler zusammen mit betreuenden Lehrkräften das Mittagessen ein. Zudem können die Schüler Spiele ausleihen, sich in eine Ruheecke zurückziehen oder sich sportlich betätigen, kurz: sie können abschalten. Die freiwillige Ganztagsschule kostet Geld: 30 Euro für die kurze Variante, 60 Euro für die lange. Die gebundene Ganztagsklasse ist gebührenfrei, weil sie als Pflichtschulangebot gilt.

Was unterscheidet die gebundene Ganztagsklasse am Cusanus-Gymnasium von der an anderen Schulen ?

Reichert: Die gebundene Ganztagsklasse ist eine Klasse einer Klassenstufe, neben der es weitere nicht gebundene Klassen gibt. Am Cusanus-Gymnasium unterscheidet sie sich durch ihr Profil von anderen. Wir werden die Ganztagsklassen als Chorklassen einrichten. Wir nutzen dabei das Instrument, das jeder hat, nämlich die Stimme, um aus der Klasse einen Klangkörper zu bilden. Die Chorklasse hat eine dritte Musikstunde, die zur Stimmbildung der Schüler genutzt wird. Dies ist nicht nur wichtig für das Singen, sondern hilft auch beim Präsentieren von Arbeitsergebnissen beziehungsweise beim Vortragen von Referaten. Mit Harald Bleimehl konnten wir einen Chor-Fachmann für unser Gymnasium gewinnen.

Gibt es noch weitere Unterschiede?

Reichert: Ja, natürlich. Als Mint-Ec-Schule ist es uns wichtig, Jugendliche für das mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Aufgabenfeld begeistern. Daher wollen wir im Bereich der gebundenen Ganztagsschule das Fach Technik neu in die Stundentafel aufnehmen. Damit sind wir Vorreiter im Saarland. Mit dem Fach Technik möchten wir die kognitiven Fähigkeiten und die manuellen Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler stärken und sie gleichzeitig für Mathematik , Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern. Wir streben also ein Lernen mit Kopf, Hand und Herz an. Daher wird es im Fach Technik auch keine Noten geben. Wir wollen die Kinder vielmehr spielerisch an technische Phänomene heranführen. Dies gelingt unserer Meinung nach am besten mit Lego-Education-Unterrichtsmaterialien. Noch in diesem Schuljahr werden sich Lehrer für diesen Unterricht fortbilden. Im Unterschied zu anderen Schulen haben wir unser gebundenes Ganztagsmodell so konzipiert, dass wir auch gemischte Ganztags- und Halbtagsklassen bilden können. Dies erlaubt uns, das gebundene Ganztagsangebot schon für eine kleine Lerngruppe einzurichten.

Kann die Schule garantieren, dass die Schüler der gebundenen Ganztagsklasse ihre schriftlichen Hausaufgaben erledigt haben, wenn sie nach Hause kommen?

Reichert: Nach dem Beschluss, eine gebundene Ganztagsklasse am Cusanus-Gymnasium einzurichten, hat sich eine Steuergruppe gebildet, die das pädagogische Konzept dafür erarbeitet. Diese Gruppe hat zwei wichtige Säulen für das Gelingen der Ganztagsklasse herausgestellt. Zum Ersten müssen die Kinder ihre schriftlichen Hausaufgaben erledigt haben, wenn sie nachmittags nach Hause kommen. Zum Zweiten muss in den Ganztagsklassen das gleiche Stoffpensum bearbeitet werden wie in den Halbtagsklassen. Durch Verschränken von Lern- und Förderzeiten ist es uns gelungen, die dem Schüler zustehende Zeit zum Anfertigen der schriftlichen Hausaufgaben in einem gewissen Umfang seinen Bedürfnissen individuell anzupassen. Dadurch können wir garantieren, dass die Schülerinnen und Schüler , die für den Besuch des Gymnasiums empfohlen sind, in der Regel die schriftlichen Hausaufgaben erledigt haben, wenn sie nach Hause kommen.

Wie sieht das Nachmittagsprogramm der gebundenen Ganztagsklasse aus ?

Reichert: Im Nachmittagsprogramm werden Lernzeiten angeboten. Das sind Zeiten, in denen Hausaufgaben angefertigt werden. Die Arbeitsgemeinschaften, der Technikunterricht und die Stimmbildung finden nachmittags ihren Platz. Außerdem werden wir dort unser Fit-Programm für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik einrichten.

Welche zusätzlichen Angebote beziehungsweise Arbeitsgemeinschaften werden am Cusanus-Gymnasium angeboten?

Zunächst einmal wird der gebundenen Ganztagsklasse die ganze AG-Palette des Cusanus-Gymnasiums angeboten. Darüber hinaus wollen wir AGs in Zusammenarbeit mit Sportvereinen einrichten. Ein besonderes Highlight wird sein, dass für die Kreismusikschule ein neues Gebäude auf dem Gelände des Cusanus-Gymnasiums errichtet wird. Dadurch ergeben sich bisher nicht gekannte Möglichkeiten. So zum Beispiel können Schüler der gebundenen Ganztagsklasse während der AG-Zeit in Zusammenarbeit mit der Musikschule gegen ein Entgelt auf dem Schulgelände ein Instrument lernen. Das Erlernte können sie dann gleich in unserem Schüler-Orchester SchoC anwenden. Solange das Gebäude noch nicht fertig ist, kann man vereinbaren, dass Lehrer der Musikschule für den Unterricht ins Cusanus-Gymnasium kommen.

Welche Möglichkeiten von Erholungsphasen und Rückzugsbereichen gibt es bei einem Unterrichtsprogramm bis 16.15 Uhr?

Reichert: Die Ganztags-Schüler können sämtliche Rückzugsbereiche des Cusanus-Gymnasiums nutzen: die Aula, das Bistro, die Schülerbibliothek. Darüber hinaus wollen wir jetzt als ersten Schritt einen Raum der Ruhe einrichten. Mit dem weiteren Ausbau der gebundenen Ganztagsklassen wird ein Ausbau der Rückzugsbereiche Schritt halten müssen. Dies wird schrittweise geschehen, da der Schulträger in Zeiten knapper Kassen Geld nur sukzessive investieren kann.Nachdem das Musical "Starlight Express" im Unterricht behandelt wurde, machten sich 60 Neuntklässler der GemS/ERS Schaumberg Theley in Begleitung ihrer Musik- und Klassenlehrer Oliver Knob, Marion Hornetz und Lisa Krämer auf den Weg nach Bochum, um das Musical live zu erleben. Mit dabei war auch Konrektorin Margret Müller. Um 19 Uhr betraten die Schüler das Theater, das 1988 eigens für dieses Musical gebaut wurde, und schauten sich schon einmal um. Pünktlich um 20 Uhr ging sie los: Die Nacht der Weltmeisterschaft der Lokomotiven. Der TGV aus Frankreich, der Hashimoto aus Japan, der Espresso, der ICE Ruhrgold und Elektra, die hochmoderne E-Lok, gingen temperamentvoll an den Start, während Turnow aus Russland und die Dampflok Rusty etwas gemütlicher daherkommen. Lichter blitzten, Helme funkelten. In Windeseile sausten die Lokomotiven über die Rennbahnen. Neben den musikalischen und akrobatischen Darbietungen der Künstler auf Rollschuhen und Inlinern und des Orchesters beeindruckten auch die Bühnentechnik mit der dominierenden Eisenbahnbrücke über der riesigen Bühnenfläche und die zauberhafte und effektvolle Beleuchtung mit Lasern, Nebelschwaden und Sternen. Jessica Wagner (9a) war ganz begeistert von den Kostümen der Darsteller und den Stuntskatern. Jaqueline hätte sich noch mehr Rennen und spannende Stunts gewünscht. Peter Streb, Schüler der Klasse 9a, zieht ein überzeugendes Fazit: "Dieses actiongeladene Rollschuh-Musical des britischen Komponisten Andrew Lloyd Webber muss man unbedingt gesehen haben." Der Schulförderverein der Gemeinschaftsschule am Schaumberg "Eule" unterstützte jeden Schüler mit einem Zuschuss in Höhe von zehn Euro für diese Lehrfahrt. Der Verein Donum Vitae war jetzt zu Besuch in der Bliestalschule in Oberthal, um das Thema Sexualkunde zu beleuchten. Der Verein führte, gemeinsam mit der Schoolworkerin und mit Lehrern der Bliestalschule, an zwei Tagen einen "Verhütungsparcours" durch. Die Schüler der Klassen 7 und 8 durchliefen in geschlechtergetrennten Kleingruppen fünf verschiedene Stationen. Hierbei konnten sie ihr Wissen rund um die Themen Geschlechtsorgane, Verhütungsmittel und Schwangerschaft ausweiten. Auch Fragen konnten ganz offen besprochen und geklärt werden. Insgesamt war der "Verhütungsparcours" nach Angaben der Schule eine interessante Veranstaltung, die den Schülern viele Informationen vermitteln konnte und sie zum Nachdenken anregte. Zum sechsten Mal hat das Gymnasium Wendalinum zum italienischen Abend eingeladen. In diesem Jahr widmeten die Italienischlehrer und ihre Klassen ihre Beiträge der Region "Toskana " und dem "Valentinstag". Die zahlreichen Gäste wurden in der Aula des Wendalinums mit Köstlichkeiten verwöhnt, die von der Elternschaft zubereitet und gespendet wurden. Feine toskanische Weine und eine Espressobar rundeten das Angebot ab. Zwei Schüler leiteten durch den gelungenen Abend, in dessen Verlauf jede Italienischklasse einen bis mehrere Programmpunkte präsentierte. Natürlich gab es auch wieder musikalische Beiträge in italienischer Sprache. Außerdem wurde die künstlerische Ader der Gäste angesprochen: In Gemeinschaftsarbeit entstand so ein Gemälde einer toskanischen Landschaft, das am Ende der Veranstaltung zusammen mit Schülerbeiträgen zum Thema "Toskana " versteigert wurde. Eine Auswahl der Werke konnte man in Form eines Fotokalenders erwerben.

Der Betrag, der durch die Versteigerung der Originalbilder und einen Anteil am Verkauf der Fotokalender erzielt wurde, wurde gespendet. 300 Euro gingen an die Elterninitiative krebskranker Kinder. Jessica Jung-Zimmer, Italienischlehrerin. Einen Talent-Check für die Acht- und Neuntklässler hat es an der gebundenen Ganztagsschule St. Wendel sowie für die Schüler der Gemeinschaftsschule Namborn gegeben. Berufsorientierung ist ein immer wichtiger werdendes Element für die Entscheidung des beruflichen Weges in der allgemeinbildenden Schule. Der Talent-Check ist ein Verfahren, das Jugendlichen eine Orientierung bezüglich Eignung und Neigung ermöglicht. Dabei steht das persönliche Erlebnis im Vordergrund, eigene Fähigkeiten zu entdecken und Interesse zu bekunden. "SNOWpen Air - Wir rocken die Piste!" - so lautete das Motto der Ski-Exkursion des Gymnasium Wendalinum St. Wendel. Für die gesamte Klassenstufe 7 ging es nach Pfunds (Österreich). 83 Schüler und zehn Lehrer machten sich mit zwei Reisebussen auf die achttägige Reise. An den schwarz-blauen Pullis mit dem Motto: "SNOWpen Air - Wir rocken die Piste!", einer selbst entworfenen Grafik und dem Namen, konnte man die Schüler direkt erkennen. Mit wackeligen Beinen, doch gut vorbereitet durch das Inlinertraining in der Schule, lernten die Jugendlichen schnell im Skigebiet Schöneben. Nach nur zwei Tagen konnten alle zu den Fortgeschrittenen in den bis 2500 Meter reichenden Teil des hochalpinen Skigebietes. Da machte das Gelernte bei herrlichem Sonnenschein erst richtig Spaß. In den nächsten Tagen sah man nur in begeisterte Gesichter, da nun nicht nur die blauen, roten und schwarzen Pisten gefahren wurden: In diesem Jahr bewältigten sogar alle Schüler die gesamte Talabfahrt! Abends trafen sich die Schüler in Projektgruppen: Das Internet-Tagebuch wurde geführt, Bilder oder Berichte des Tages für die Skizeitschrift gesammelt und Vorbereitungen für den Abschlussabend getroffen.

Um das Verletzungsrisiko zu minimieren, haben die Skilehrer am vierten Tag, als aktive Erholung, eine zweistündige Wanderung am Reschensee angesetzt. So gestärkt, konnten die Schüler am letzten Skitag beim Skirennen mit professioneller Zeitmessung richtig angreifen. Dann stand der große Abschlussabend an. Die Moderatoren stellten die Programmpunkte vor: Modenschau, Quiz, Sketche und eine Skitaufe von plötzlich aufgetretenen Skigeistern.

Maxine Klein, 7b und Björn Franke, 7c

Produktion dieser Seite:

Evelyn Schneider, MCG, Matthias Zimmermann

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