1. Saarland

Schüler erhalten Einblicke in die Zentrale Europas

Schüler erhalten Einblicke in die Zentrale Europas

Europa hautnah erleben: Das konnten vor kurzem Zehnt- und Elftklässler des PWG bei einem Ausflug nach Straßburg. Gemeinsam mit den Politiklehrern Christian Webel und Stefan Jakob besuchten die Klasse 10c und der Politikkurs 11 das Europaparlament. Ziel der Initiatoren Webel und Jakob war es, wie es im Pressetext heißt, den Schülern einen hautnahen Eindruck von Europa, gerade in Krisenzeiten, zu vermitteln.

Die Schülerin Jona Mohr aus der Klasse 10c berichtet von ihren Erlebnissen:

Wir, die Klasse 10c, fuhren gemeinsam mit dem Politik-Kurs 11 mit Herrn Webel und Herrn Jakob in das Europäische Parlament in Straßburg. Im Europaparlament wird von gewählten Abgeordneten unter anderem über die Zukunft Europas diskutiert und abgestimmt. Durch die Arbeit der Parlamentarier haben die Bürger der EU die Möglichkeit sich an der Entwicklung Europas zu beteiligen.

Als wir in der Empfangshalle des Parlaments ankamen, trafen wir vor Ort auf den Mann, welcher uns die folgenden Stunden durch die Räumlichkeiten führte: Herr Seeger von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Nachdem wir uns in einem kurzen Rundgang mit dem Besucherbereich des Gebäudes vertraut machten, gab es ein Treffen mit dem saarländischen Abgeordneten Jo Leinen, Mitglied der sozialdemokratischen Fraktion im Europaparlament.

Der nächste Punkt auf unserer Tagesordnung war der Empfang des Präsidenten von Österreich, Alexander Van der Bellen, in der Empfangshalle auf der anderen Seite des Gebäudes. Die Stimmung war sehr festlich; es wurden die Hymnen Österreichs und die der EU gespielt und auch die Presse war präsent.

Nachdem wir dies beobachteten, begaben wir uns in den Plenarsaal, in dem die Debatten der 751 Mitglieder des Europaparlaments stattfinden. Bei diesen Debatten kann man sich dann ein Bild von dem Alltagsgeschäft der Parlamentarier machen und einen Einblick in das System der Abstimmungen im Parlament bekommen. Der erste Punkt war die Rede von Van der Bellen, welcher zuerst über sich selbst informierte (unter anderem über seine Flucht nach Österreich als Kind estnischer Eltern) und dann über seine Meinung zu der EU fortfuhr. Er äußerte sich deutlich positiv zur EU und legte den Fokus auf die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt, woraufhin er dann an die Jugendlichen Europas appellierte, dass sie die Zukunft Europas seien. Van der Bellen gestaltete seine Rede sehr lebendig mit dem Einbringen eines Gedichts und seines lokalen österreichischen Dialekts. Im Anschluss gab es eine Reihe von Abstimmungen, beispielweise zu dem Thema "Whistleblower: EU-weiter Schutz für Informanten".

Nach einer guten Stunde im Plenarsaal und einer Abschlussbesprechung mit Herrn Seeger begaben wir uns schließlich in die City der Stadt Straßburg und ließen das Europaparlament hinter uns, um uns Gedanken über die vielen verschiedenen Eindrücke machen zu können. Am Nachmittag traten wir die Heimreise an.