1. Saarland

Schüler beschäftigen sich mit Toleranz, Respekt und Alex Deutsch

Schüler beschäftigen sich mit Toleranz, Respekt und Alex Deutsch

St. Wendel. "Ob schwarz oder weiß, arm oder reich. Alle Menschen sind gleich." Mit diesem Satz begann der im Workshop "Tole-Rock" von zehn Jugendlichen gemeinsam geschriebene und performte Song für mehr Toleranz und Respekt. Dieser Workshop war der siebte von insgesamt neun Workshops, die dieses Jahr bei "Jugend bewegt 3" angeboten wurden

St. Wendel. "Ob schwarz oder weiß, arm oder reich. Alle Menschen sind gleich." Mit diesem Satz begann der im Workshop "Tole-Rock" von zehn Jugendlichen gemeinsam geschriebene und performte Song für mehr Toleranz und Respekt. Dieser Workshop war der siebte von insgesamt neun Workshops, die dieses Jahr bei "Jugend bewegt 3" angeboten wurden.

Rund 100 Schüler haben im Adolf-Bender-Zentrum und den Räumen des Kultur- und Bildungszentrums Impuls in St. Wendel mit viel Engagement und Spaß in knapp zweieinhalb Stunden über Themen wie Rechtsextremismus, Menschenrechte und das Leben und die Arbeit des verstorbenen Zeitzeugen Alex Deutsch diskutiert und dazu kreativ gearbeitet. Die Veranstaltung, die vom Adolf-Bender-Zentrum St Wendel im Rahmen von "Medien für Verständigung" in Kooperation mit der Landesmedienanstalt des Saarlandes durchgeführt wurde, war der bereits dritte Durchgang dieser überaus erfolgreichen Projektreihe.

"Was versteht ihr unter Rechtsextremismus?" Mit dieser Einführungsdiskussion startete der Workshop "Rechtsextremismus". Zunächst haben die Jugendlichen untereinander diskutiert und zusammengetragen, wie der moderne Rechtsextremismus sich ihrer Ansicht nach darstellt und wie man sich dagegen wehren kann. Auch wurde der Zusammenhang zu Zivilcourage hergestellt, und wo die Grenzen desselben liegen könnten. Aber auch wenn man sich selbst nicht in Gefahr bringen möchte, gibt es immer etwas, was man trotzdem tun kann "Hinschauen statt Wegschauen." In dem Workshop "Menschenrechte", der von Amnesty International (AI) angeboten wurde, wollten die Schüler unter anderem etwas über deren Arbeit und über das Thema Todesstrafe erfahren, die es noch in 57 Ländern auf der Welt gibt. Die Schüler haben erfahren, wie sie Menschen, die sich in dieser Situation befinden, helfen können und wie ai mit Menschenrechtsverletzungen umgeht. "Lasst euch nicht hineintreiben in Hass und Gewalt gegen andere Menschen. Lernt miteinander zu leben, nicht gegeneinander", dies ist das Lebensmotto des Zeitzeugen Alex Deutsch.

Insgesamt 18 Jugendliche haben an diesem Workshop teilgenommen, um von Doris Deutsch, der Frau des verstorbenen Alex Deutsch, etwas über sein Leben und seine selbstauferlegte Aufgabe zu erfahren. Zusammen mit Doris Deutsch haben sich die Jugendlichen den Dokumentarfilm über das Leben ihres Mannes angesehen und gemeinsam überlegt, welche Begrifflichkeiten für sie am besten zu Alex Deutsch passen. Wörter wie Überlebenswille, Verfolgung, Vorbild, Respekt und Bewunderung waren den Schüler am wichtigsten und mussten unbedingt auf einem Plakat festgehalten werden.

Nach den zweieinhalb Stunden, in denen sich die Jugendlichen gemeinsam engagiert und mit vollem Eifer in ihren Workshops geackert haben, wurden die Ergebnisse ihrer Arbeit vor allen Workshopteilnehmern präsentiert. Die Schüler des Stuntworkshops haben beispielsweise ein kleines Theaterstück aufgeführt, indem es darum ging, zu zeigen, wie man sich in einer gefährlichen Situation verhalten kann und wie man sich besser nicht verhalten sollte.

Die Gruppe des Menschenrechteworkshops präsentierte eine kleine ,Quizrunde, in der sich Lehrer sowie Schüler zu verschiedenen Fragen zum Thema Menschenrechte und Todesstrafe äußern mussten. Die Jugendlichen erklärten offen und plausibel ihre Meinung und was sie in dem Workshop gelernt haben. Anschließend folgte der Höhepunkt des Tages: Im NT-Kino in St. Wendel wurden zehn Kurzfilme gezeigt, die in den vergangenen Monaten in Projektarbeiten von Jugendlichen im gesamten Saarland entstanden sind.

Die Schüler überlegten sich selbst das Thema ihres Films, sammelten Erfahrungen als Kameramann und konnten ihre schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Filme über die Stolpersteinverlegung in Schmelz, über die Gefahren des Internets und Besuche und Vorträge von Zeitzeugen sind nur ein Bruchteil der gezeigten Kurzfilme. Nach dem jeweiligen Film wurden die Jugendlichen nach vorne gebeten und konnten Fragen über den Filmdreh, das behandelte Thema und ihre Motivation beantworten.

Am Ende der Filmvorführung bekam jeder Teilnehmer von "Jugend bewegt 3" (auch die Leiter der Workshops) als Erinnerung einen roten oder blauen Stein mit dem Datum der Veranstaltung mit nach Hause, um sich auch in Zukunft an diesen bewegenden Tag erinnern zu können. red