1. Saarland

Schritt zur besseren Notfallversorgung

Schritt zur besseren Notfallversorgung

Bildstock. Eine Helfergruppe des Deutsch-Rumänischen Freundschaftskreises Saarland hat vor Kurzem das Krankenhaus der rumänischen Stadt Lipova besucht. Sie nahm Kontakt zur Krankenhausleitung auf, weil das Hospital neu strukturiert werden soll und die Hilfe künftig zielgerecht darauf ausgerichtet wird

Bildstock. Eine Helfergruppe des Deutsch-Rumänischen Freundschaftskreises Saarland hat vor Kurzem das Krankenhaus der rumänischen Stadt Lipova besucht. Sie nahm Kontakt zur Krankenhausleitung auf, weil das Hospital neu strukturiert werden soll und die Hilfe künftig zielgerecht darauf ausgerichtet wird. Der Bildstocker Willi Gehring, Vorsitzender des Deutsch-Rumänischen Freundschaftskreises, erklärt, dass das Krankenhaus künftig "der regionalen Erst- und Notfallversorgung" dienen soll."Ein weiterer Schwerpunkt wird die Behandlung älterer Menschen sein", so Gehring. Auch ein St. Wendeler Krankenhausträger soll an einer helfenden Partnerschaft interessiert sein. Neben der Hilfe für das Hospital fährt der Deutsch-Rumänische Freundschaftskreis immer wieder Hilfslieferungen nach Rumänien, eines der ärmsten Länder Europas, und engagiert sich in Kooperation mit der Lebenshilfe St. Wendel beim Aufbau eines Hilfsprojektes zur Frühförderung von behinderten Kindern. "Insbesondere behinderte Kinder sind in Rumänien quasi ausgegrenzt, und es gibt nur geringste Förderung und soziale Maßnahmen für die Familien mit behinderten Kindern", heißt es in einem Schreiben des Freundschaftskreises.

Partner in Rumänien ist der Verein Integra aus Arad, der mit der Hilfe des saarländischen Vereins eine Elterninitiative ins Leben rief, die mit engagiertem ehrenamtlichen Einsatz Hilfe für behinderte Kinder und Jugendliche anbietet.

Finanzielle Unterstützung hierfür erhielt der Deutsch-Rumänische Freundschaftskreis nun auch von Marcel-Adam-Fans. "Der Fan-Club Marcel Adam hilft dabei, dass diese, in Rumänien modellhafte Hilfe, realisiert werden kann", heißt es in dem Schreiben des Freundschaftskreises, und "auch behinderte Kinder können frohe Kinder sein, wenn man sich um sie kümmert und sie fördert". dla

Hintergrund

Im März 1989 rollte der erste Hilfstransport. Seither hat die Gemeinschaft mehr als 2000 Tonnen Hilfsgüter nach Rumänien transportiert. In unzähligen Arbeitsstunden haben die Mitglieder "praktische Hilfe zur Selbsthilfe" geleistet, wie Willi Gehring die Einsätze nennt. In über 20 Dorfschulen wurden Toiletten saniert und die Wasserversorgung sichergestellt. Die Saarländer halfen in Waisenhäusern und Altenheimen, lieferten Krankenhauseinrichtungen, medizinische Geräte und Medizin. red