Schon wieder Feuer in Grügelborn

Schon wieder Feuer in Grügelborn

Grügelborn/Saarbrücken. Es ist schon spät am Montagabend, kurz vor 23 Uhr. Da schrecken schrille Sirenensignale Menschen in Grügelborn aus dem Schlaf. Schon wieder Alarm, schon wieder ein Brand, schon wieder in der Lindenbornstraße 11. Wie es seit Wochen immer und immer wieder passiert. Diesmal steht die Garage in Flammen

Grügelborn/Saarbrücken. Es ist schon spät am Montagabend, kurz vor 23 Uhr. Da schrecken schrille Sirenensignale Menschen in Grügelborn aus dem Schlaf. Schon wieder Alarm, schon wieder ein Brand, schon wieder in der Lindenbornstraße 11. Wie es seit Wochen immer und immer wieder passiert. Diesmal steht die Garage in Flammen. Was die ohnehin schon brenzlige Situation verschärft: Dieser Raum befindet sich nicht in einem separaten Gebäude, sondern im Untergeschoss des Wohnhauses.Die Feuerwehren aus Grügelborn, Reitscheid, Freisen und Haupersweiler rücken an. Laut ihres Freisener Pressesprecher Florian Schneider sind 60 Helfer an der Unglücksstelle. Dichter Rauch dringt bereits nach außen. Vorsorglich ist auch ein Krankenwagen vor Ort, sollte es Verletzte unter den Hausbewohnern oder durch den gefährlichen Einsatz bei den Feuerwehrleuten geben. Und: Notfallseelsorger stehen bereit. Denn solche Unglücksfälle machen den Betroffenen mächtig zu schaffen. Sie müssen oftmals psychologisch betreut werden.

Bis kurz vor drei kämpfen die Rettungskräfte gegen das Feuer, damit es nicht auf andere Teile des Wohnhauses übergreift. Zwar schaffen sie es, dass nur die Garage betroffen ist. Trotzdem beziffern die Ermittler den Schaden auf rund 10 000 Euro, wie Horst-Peter Schäfer von der Landespolizeidirektion (LPD) in Saarbrücken mitteilt.

Ihm zufolge gehen Kriminalbeamte davon aus, dass es sich bei diesem Feuer um einen weiteren Fall in der seit Monaten schon andauernden Brandstifterserie handelt. Demnach suchten die bislang unbekannten Täter das jetzt betroffene Wohnhaus in Grügelborn schon zig Mal heim.

Prekär: Schäfer bestätigt, dass es kurz vor dem spektakulären Feuer am Samstag, gegen 13 Uhr, dort brannte. "Doch da war keine Feuerwehr alarmiert worden. Die Bewohner konnten die Flammen selbst löschen." Dafür schauten sich Brandermittler abermals am Tatort um, sicherten Spuren.

In den vergangenen Wochen hatten bereits ein Holzunterstand und Holz unterhalb des Wintergartens gelodert. Nach SZ-Informationen handelt es sich um das Anwesen eines Feuerwehrmannes, der hier mit seiner Familie lebt.

Außerdem zündelten Unbekannte in der Umgebung schon mehrfach. Auf dem Betriebsgelände eines Baustoffhandels wurden unter anderem im Freien gelagerte Holzpaletten und Müll angesteckt. Außerdem musste die Feuerwehr in Namborn mehrmals ausrücken, etwa um brennende Heuballen zu löschen. (wir berichteten).

In dieser Serie übernahmen Spezialisten aus Saarbrücken die Ermittlungen.

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