Schnee aus der Dose

Schnee aus der Dose

Noch immer blüht vor unserer Tür der Margeriten-Stock - von weißer Weihnacht weit und breit keine Spur. Doch die Rettung naht! Beim Bummeln durch ein Saarbrücker Kaufhaus, zwischen den Regalen und Tischen mit Weihnachts-Deko, sprang er dem Betrachter geradezu ins Auge: "Schnee aus der Dose". Das kleine Döschen genüge für etwa 1,5 Liter Schnee

Noch immer blüht vor unserer Tür der Margeriten-Stock - von weißer Weihnacht weit und breit keine Spur. Doch die Rettung naht! Beim Bummeln durch ein Saarbrücker Kaufhaus, zwischen den Regalen und Tischen mit Weihnachts-Deko, sprang er dem Betrachter geradezu ins Auge: "Schnee aus der Dose". Das kleine Döschen genüge für etwa 1,5 Liter Schnee. Nach kurzer Intervention der Tochter war klar: Hier müssen unbedingt 50 Cent im Dienste der Wissenschaft investiert werden. Zumal es auch noch verheißungsvoll hieß: "Echter Alpenschnee" - wobei im Kleingedruckten die Erklärung folgte: " . . . wenn Sie zur Herstellung Wasser aus den Alpen benutzen" (Ho, Ho, Hooo). Zu Hause dann der Versuch: 100 Milliliter Wasser auf einen Teelöffel des kleinkörnigen weißen Granulats, das sich in der Dose befunden hatte. Das Zeug quillt auf wie Nix und füllt Ruck-Zuck ein Wasserglas. Es sieht auch tatsächlich so aus wie gerade eben frisch aus einer dichten, etwas papigen Schneedecke entnommen. Aber kalt ist es nicht. Es riecht auch nicht wie Schnee und rote Backen. Und einen Ball kann man daraus schon gar nicht formen. Schade, war wohl doch keine echte Alternative zur echten weißen Weihnacht. Und was soll ich jetzt mit den restlichen 1,4 Liter Kunstschnee anfangen? Na, vielleicht dekoriere ich ja die Margeriten . . .