Schließung des AKW Fessenheim bis 2016 steht auf der Kippe

Fessenheim · Die Schließung des grenznahen Atomkraftwerks Fessenheim im Elsass bis 2016 könnte sich verzögern. Das berichtet die französische Zeitung „Républicain Lorrain“.

Der französische Präsident François Hollande hatte im vergangenen Jahr angekündigt, Frankreichs ältestes AKW, das vor 36 Jahren ans Netz ging, zu schließen. Laut der französischen Atomaufsichtsbehörde ASN dauert es jedoch in der Regel fünf Jahre, ein AKW auf dem normalen Verwaltungsweg zu schließen. "Das ist nur ein ungefährer Richtwert, aber deutlich verkürzt werden kann diese Zeitspanne nicht", erklärte der Generaldirektor der ASN, Jean-Christophe Niel. Atomkraftgegner fürchten nun, dass die Schließung gar nicht stattfinden könnte, falls es bei der Parlamentswahl 2017 zu einem Machtwechsel kommen sollte. Die einzige Möglichkeit, das AKW noch vor 2018 zu schließen, wäre ein eigens verabschiedetes Gesetz. Im Herbst könnte die Regierung laut dem "Républicain Lorrain" einen entsprechenden Gesetzesentwurf auf den Weg bringen.

Das AKW Fessenheim ist seit langem umstritten, da es in der Erdbebenzone des Rheingrabens liegt und als veraltet und pannenanfällig gilt.